SPIELBERICHTE 2016

Spiel 29  28.11.2016

Rösrath - Merheim  2:1 (0:0)

Spieler: Bulau-David-S.Steeger-Weinreiß-Hunecke-Lanfranco-Schumacher-Fricke-Schallenberg-Schauer-Horsmann-Engelbertz-A.Steeger

Tore: Schallenberg, A.Steeger

Vorlagen: David (2)

 

Wie schon in der Vorwoche gegen Kriegsdorf mussten die Eisernen ein dickes Brett bohren. Lag es dort aber am Gegner standen wir uns gegen Merheim eher selber im Weg.

Es war kein gutes Spiel - bei eisigen Temperaturen und einem betonharten Boden war es aber auch schwierig, die richtige Einstellung zu finden.

Und das ging beiden Teams so. Höhepunkte gab es in den ersten 35 Minuten keine. Spätestens am gegnerischen 16er war Schluß und so entwickelte sich eine Partie, die von Fehlern und Ungenauigkeiten geprägt war.

Einziges "Highlight" war ein (sagen wir mal) Schuß von Markus Engelbertz aus 20 Metern, der ohne zu titschen!! mit am Ende ca. 4 km/h vom Keeper aufgenommen wurde.

In der Halbzeitpause dann das nächste "Highlight": warmer Tee vom neuen Getränkewart Andreas Steeger - jedoch verursachte das ohne jedwede Zugabe von Alkohol gebraute Gesöff allenfalls Sodbrennen. Also gibt es auch auf diesem Gebiet Optimierungspotential.

In der zweiten Hälfte wurde es dann zunehmend ein richtiges Fußballspiel und in der 50. Minute nahm die Partie dann Fahrt auf.

Das lag am doch eher überraschenden Führungsteffer der in schwarz-gelb (iiihhh!!) gekleideten Gäste. Am Strafraumeck gab es nach einem vermeintlichen Foul von Stefan Steeger Freistoß (der Merheimer hatte den Ball am Fuß, drehte sich - schlug dabei mit der Hand ins Gesicht von Stefan - schrie auf - und bekam dafür einen Freistoß - naja).

Der Ball wurde dann in die Strafraummitte gechipt - und ausgerechnet der Mann mit der Mütze verlängerte die Kugel unhaltbar für Keeper Schumacher ins lange Eck. Marc David hatte sich selber zur Bewachung des Torschützen eingeteilt - kam aber den berühmten Schritt zu spät - es stand 0:1.

Direkt nach Wiederanpfiff tankte sich dann "AS7" durch und verzog aus halbrechter Position - unsere bis dato beste Chance.

Unsere Angriffe wurden nun deutlich druckvoller und wir drängtem vehement auf den Ausgleich. In der 60. Minute war es dann soweit. Marc David brachte den Ball von der rechten Seite in Richtung Fünfmeterraum - der Merheimer Torwart segelte unter dem Ball durch und Jörg Schallenberg hatte keine Mühe, den Ball ins leere Tor zu köpfen.

Danach wurde es ruppiger - sowohl körperlich als auch verbal. Bei den Fouls lagen die Gäste vorne - beim Trash-Talk behielten wir die Oberhand.

Das wir am Ende des Tages den Platz als Sieger verlassen sollten, lag an einer Energieleistung des gegen seinen alten Verein extrem motivierten Marc David. Mit dem Ball am Fuß marschierte er in den Strafraum, brachte unter großer Bedrängnis auch den Ball in die Mitte - wurde bei dieser Aktion aber unfair behindert. Der nicht immer souveräne Schiri Schwarz zeigte (zurecht) auf den "ominösen" Punkt. A.Steeger schnappte sich sofort die Kugel und verwandelte in der 67. Minute sicher zum Siegtreffer.

 

Fazit: eine Partie mit mehr Tiefen als Höhen - aber unter dem Strich steht ein verdienter Erfolg gegen eine ordentlich mitspielende Truppe aus Merheim. Besonderes passierte eigentlich nicht - wenn man mal von den Fernschuß-Versuchen von Minibertz absieht. Motiviert von seiner "Granate" aus der ersten Halbzeit probierte er es gleich drei weitere male in der zweiten Halbzeit. Heraus kam ein Abstoß, ein Einwurf und ein Fieldgoal - aber das ist eine andere Sportart.   

 

 

Spiel 28  19.11.2016

Kriegsdorf - Rösrath  0:2 (0:0)

Spieler: David-Weinreiß-Lanfranco-A.Steeger-Bulau-Clyncke-Schallenberg-Horsmann-Ommer-4 Gaststpieler

Tore: Ommer, Toure

Vorlagen: Toure, Ommer

 

Das war ein Klasse-AH-Spiel - von beiden Seiten - in dem es fast schon "Historisches" zu bestaunen gab. Es war erst der zweite "zu-Null"-Erfolg in diesem Jahr und der erste bei einem Auswärtsspiel seit fast 2 Jahren (Januar 2015)!

Vielleicht lag es daran, das mit Clyncke ein "ungelernter" Keeper zwischen den Pfosten stand. Wir wollten mit aller Macht verhindern, das ein Ball auf unser Tor kommt - und so packten alle noch ein paar Prozent mehr Konzentration, Einsatz, Willen und Kampfeskraft drauf.

Aber natürlich kann man so ein starkes Team wie Kriegsdorf nicht 70 Minuten vom Tor fernhalten - aber das, was auf die Kiste kam, wurde von Dirk ganz hervorragend pariert.    

Damit war die Basis für ein erfolgreiches Match geschaffen.

Zudem agierten wir sehr ballsicher - aber auch die Gastgeber. Es gab so gut wie keine Fehler und die Kugel lief sehr gut durch die Reihen.

Wir versuchten es etwas zu oft mit langen Bällen in die Spitze - einige kamen auch an und wurden gut ab- bzw. weitergelegt - aber klare Chancen gab es zunächst nicht. Allerdings "hüben wie drüben" und so sollte es ein Geduldsspiel mit dem Lauern auf die Gelegenheit geben.

Wir hatten etwas mehr vom Spiel und somit dann auch zwei sehr gute Möglichkeiten auf einen Treffer. Toure traf aus gut 20 Metern mit einem leicht abgefälschten Schuß nur die Latte und Torjäger Ommer donnerte freistehend aus 8 Metern über den Kasten.

Kriegsdorf hatte in den ersten 35 Minuten keine nennenswerte Torchance - und somit ging es dann folgerichtig mit einem 0:0 der guten Art zum Pausentee.

Nach dem Wechsel drückten die Gastgeber etwas vehementer auf den Führungstreffer - zeitweise gerieten wir ein wenig ins Schwimmen und mußten vermehrt über die schnellen Toure und Horsmann auf Konter  setzen.

In der 55. Minute war es dann (endlich) soweit. Toure konnte an der Strafraumgrenze nur per Foul gestoppt werden, zirkelte den Freistoß vor das Tor und Ommer köpfte ein, das 0:1!! 

Bei dieser Aktion verlor der gute Uwe auch noch eine Kontaktlinse und mußte so die letzte Viertelstunde quasi "halbblind" agieren. Umso erstaunlicher dann der Doppelpass zwischen ihm und Toure, den der Letztgenannte mit einem schönen Flachschuß zum 0:2 abschloß.

Das war die Vorentscheidung in der 60. Minute.

In der Folgezeit löste Kriegsdorf sein taktisches Konzept und stürmte mit "Mann und Maus" auf unseren Kasten - aber mit Glück, Geschick und vor allen Dingen großem kämpferischen Einsatz hielten wir die Null.

Wir hätten sogar noch erhöhen können und waren einem dritten Treffer vielleicht näher als die Roten einem ersten - aber insgesamt spiegelte das Ergebnis das Match gut wieder.

 

Fazit: ein starker Erfolg - der gesamten Mannschaft. Die Gaststpieler fügten sich nahtlos ein und auf das Duo "Ommer/Toure" war einmal mehr Verlaß. Das hat richtig Spaß gemacht. Ein Dank geht an dieser Stelle auch an Kriegsdorf, die ihren Teil zum guten Spiel beigetragen haben. Sie haben uns alles abverlangt - und sich im Anschluß sowohl als faire Verlierer als auch gute Gastegeber bei Kölsch und Würtchen erwiesen.

Hallenturnier in Wahlscheid  05.11.2016 

4. Platz

Wenn man am Ende des Tages bei einem Turnier den 4. Platz belegt, überwiegt in aller Regel die Enttäuschung - denn man beendet die Veranstaltung mit zwei Niederlagen in Folge. 

So war es auch dieses mal - und wenn man bedenkt, wie dominant man in der Gruppenphase jeden Gegner klar beherrscht hat, dann ist ein 4. Platz (gemessen an den eigenen Ansprüchen) in der Tat viel zu wenig.

Sicherlich war der Turnierplan nicht optimal - als wir unsere fünf Gruppenspiele bereits absolviert hatten, hatte z.B. Gruppengegner Marienfeld erst zwei Partien gespielt.

So hatten wir nach dem letzten Gruppenspiel über 2 Stunden Pause - und man muß es so sagen: genau das war unser "Verderben", da der Großteil der Truppe die Zeit intensiv an der Theke nutzte und den Bierumsatz kräftig ankurbelte. 

Dies ist aber kein Vorwurf an den Gastgeber - eher an die beiden Mannschaften aus Hillmicke und Immekeppel, die am Morgen des Turniers ihre Teilnahme absagten.   

Zudem lag es ja auch in unserer Hand, wie man die lange Pause gestaltete.

 

So war im Halbfinale (und danach im kleinen Finale) der (Sport)-Akku leer, der Alkoholpegel hoch, die Lunte kurz und daraus resultierend die "Explosionsgefahr" im kritischen (roten) Bereich. 

Sehr positiv waren die ersten Stunden, als wir immer mit 9 Akteuren antreten konnten (auch das hat zum Schluß nicht mehr geklappt....) und wirklich sehr guten Hallenfußball boten - sicherlich den besten aller teilnehmenden Mannschaften.

 

Teilnehmer: Schumacher-Lückerath-Bulau-A-Steeger-Jeziorek-Ommer-Lanfranco-Schallenberg-David-Fabian-Schauer

 

Spiele Vorrunde

Rösrath - Marienfeld 3:1

Rösrath - Nürtingen 3:0

Rösrath - Pompey 2:0

Rösrath - Hiddingsel 4:1

Rösrath - Wahlscheid 3:0

 

Gruppenerster mit 15 Punkten und 15:2 Toren

 

Halbfinale

Rösrath - Neunkirchen-Seelscheid 1:2

 

Spiel um Platz 3

Rösrath - Marienfeld 2:3

Spiel 27  29.10.2016

Rösrath - Vingst 05  6:1 (3:1)

Spieler: Bulau-David-A.Steeger-Schallenberg-Hunecke-Weinreiß-Durdu-Schumacher-Clyncke-Lanfranco-Ommer-2 Gastspieler (Ali A., Fabian)

Tore: Ommer (2), A.Steeger (1), Gäste (3) - 1 x Ali und 2 x Fabian

Vorlagen: Ommer (2), Clyncke (2), David (1), Gast (1) - Fabian

 

Fassen wir erstmal die 70 Minuten zusammen: 25 gute Minuten zu Beginn, 10 schwache bis zur Halbzeit, weitere schwache 25 in der zweiten und wieder gute 10 zum Schluß.

Unter dem Strich steht aber (trotzdem?) ein völlig ungefährdeter Erfolg gegen Vingst 05, der von der Höhe den Gästen noch schmeichelt.

Die Kölner Vorortler begannen die ersten Minuten nur zu zehnt, da der elfte Mann noch draußen ein Pläuschen hielt. Auch der Stammtorwart war nicht zugegen, so das zunächst ein Feldspieler zwischen die Pfosten ging. Und der machte seine Sache in den ersten 10 Minuten richtig gut und hielt seinen Kasten sauber.

Dann kam der Vingster Stammkeeper - und seine erste Aktion war, die Kugel aus dem Netz zu holen. Ommer setzte "AS7", Andi Steeger, gut ein und dessen Schuß aus halbrechter Position war nicht zu halten. Oder doch? Egal, es stand trotz heftigen Abseitsreklamierens der Kölner Hintermannschaft 1:0.   

Das 2:0 war eine Kopie des ersten Treffers - diesmal jedoch Vorarbeit David und Abschluß Ommer.

Es gab in diesem Match nur eine Richtung - und zwar auf das Kölner Tor. Das 3:0 erzielte dann Ali A. per direkten Freistoß - Clyncke war zuvor gefoult worden.

Wie das dann bei uns meist so ist, wurde in der Folgezeit angesichts der klaren Überlegenheit die Defensive vernachlässigt, so daß Vingst ab der 25. Minute deutlich besser ins Spiel fand. Völlig zurecht daher der Anschlußtreffer, als weder der Mittelfeldmann bei seinem Schuß aus 20 Metern an die Latte gestört wurde - noch der Mittelstürmer, der den Abpraller verwandelte. 

Nach diesem Strickmuster ging es in den zweiten 35 Minuten weiter. Wir bestürmten den gegnerischen Kasten - ohne jedoch die Präsision der ersten 25 Minuten zu haben. Immer und immer wieder wurde der vorletzte - wahlweise letzte - Ball schlecht gespielt, so daß statt weiterer Treffer der Gegner weiterhin im Spiel gehalten wurde.

Erst Gastspieler Fabian (der eine bärenstarke Leistung zeigte) "erlöste" dann die Union, als er in der 60. Minute per Fernschuß auf 4:1 erhöhte.

Damit war der Widerstand gebrochen und erneut Fabian und Ommer erhöhten in der Schlußphase auf 6:1.

 

Fazit: es war nicht alles gut - aber beileibe auch nicht alles schlecht. Auf den guten 35 Minuten kann man aufbauen und aus den schlechten 35 Minuten lernen.   

Spiel 26  24.10.2016

Rösrath - SV Bergisch Gladbach  2:3 (2:2)

Spieler: Bulau-Schallenberg-Ommer-Schauer-Lückerath-Durdu-Lanfranco-S.Steeger-Fricke-Erol-Weinreiß-Schumacher

Tore: Ommer, Lanfranco

Vorlagen: Erol, Ommer

 

Es läuft bereits die Nachspielzeit. Ein letzter Angriff der ganz in schwarz gekleideten Gäste. Die Eisernen bekommen keinen Zugriff und der Mittelfeldspieler hat aus gut und gerne 25 Metern freie Bahn. Ein harter, fast schon verzweifelter, nicht unbedingt platzierter Schuß. Keeper Schumacher steht am Fünfmeterraum - wähnt sicht vielleicht weiter hinten, zeigt keinerlei Reaktion. Der Schuß landet im Netz, Siegtor für Gladbach, der Schiri pfeift sofort ab. 

 

Dies war die aus Union-Sicht äußerst unglückliche Schlußaktion in einem sehr temporeichen, gutklassigem AH-Spiel an einem nasskalten Montagabend.

 

Der SV09 ging als klarer Favorit in dieses Match. Bei der Union fehlten zahlreiche Stammkräfte - zudem spielte die halbe Mannschaft noch 48 Stunden zuvor in Sankt Augustin.

Dafür war es ein ausgezeichneter Auftritt - bei dem wir leider nicht nur "nicht belohnt" - sondern auch noch "bitter bestraft" wurden.   

Nach längerer Zeit wirkte bei den Eisernen Sturmtank Ommer mit - ein sehr belebendes Element. Gleich mit unserem ersten guten Angriff erzielte Uwe auf Flanke von Erol auch prompt das 1:0. 

Leider war Abu auch am Ausgleich beteiligt. Ein (schlecht getretener) flacher Freistoß von der linken Außenseite wollte bzw. sollte von ihm aus der Gefahrenzone befördert werden - aber er berührte die Kugel nur leicht und fälschte so am verdutzten Keeper Schumi vorbei ins eigene Netz ab. Kann passieren, weiter ging`s.

Lanfranco erzielte die erneute Führung - eine Hereingabe von Ommer verwandelte er mit letztem Einsatz an Keeper Heiko Schreiner vorbei, der im Tor der Gäste stand.

Leider konnten wir die Führung nicht mit in die Pause nehmen. "Noch 1 Minute" lautete die Ansage von Schiri Lefkes. Der Ball befand sich am Fuße des letzten Mannes, Stephan Weinreiß.  Das müsste man doch hinbekommen - eine Handvoll Quer- oder Rückpässe und man würde mit einer Führung die Seiten wechseln.

Aber man wollte ja "attraktiv und modern" spielen - prompt ging der Ball vorne verloren und die Gäste kamen in ihr ungeheuer schnelles Umschaltspiel - in Überzahl wurde der freie Mann gesucht - und gefunden. Der umkurvte Schumi und es stand 2:2.    

In der Pause wurden die Dinge angesprochen. Wenn wir weiterhin veruchen würden, das Tempo der Gäste mitgehen zu wollen, würden wir Schiffbruch erleiden.

Also zogen wir uns weit zurück und hielten die Kugel so lange wie möglich in den eigenen Reihen. Natürlich ging dies zu Lasten der Offensive - so konnten wir uns in den zweiten 35 Minuten kaum noch Gelegenheiten erspielen. Da wir aber hinten nahezu jeden wichtigen Zweikampf gewinnen konnten, hatten auch die Gäste so gut wie keine zwingende Aktion - bis zur Nachspielzeit.   

 

Fazit: aus dem "ungeschlagenen" Oktober wurde so ein "siegloser". Aber das ist Nebensache. Ein wirklich beherzter, guter Auftritt der Grünen. Mit dieser Leistung (vor allen Dingen in der Defensive) hätten wir 2 Tage zuvor wahrscheinlich "zu Null" gewonnen. Schade war, das nach dem Spiel nur 3 Akteure (+ Schiri) den Weg ins Vereinsheim gefunden haben - während die Gladbacher nahezu vollzählig dort ihren Sieg feierten.

Man hat (fast immer) Optimierungspotential - die nächste Gelegenheit dazu bietet sich nächsten Samstag im Spiel gegen Vingst 05.   

Spiel 25  22.10.2016

St. Augustin - Rösrath  7:7 (2:3)

Spieler: Bulau-Schlömer-Schauer-Schumacher-Lückerath-Durdu-A.Steeger-Hunecke-Fricke-Clyncke-Gaststpieler (Toure)

Tore: Clyncke (2), Toure (2), Schauer (2), A.Steeger

Vorlagen: A.Steeger (2), Toure (2), Hunecke, Clyncke, Schauer (je 1)

 

Über dieses Spiel und dessen Verlauf könnte man wahrscheinlich ein Buch schreiben - man könnte es aber auch lassen....

Nach einer 7:3-Führung eine Viertelstunde vor Schluß sah alles, aber auch alles, nach einem klaren Erfolg der Eisernen aus - aber es kam anders.

Aber beginnen wir den Bericht um 16 Uhr Ortszeit - der vermeintlichen Anstoßzeit. Zur Verwunderung der 11 Rösrather machten sich gerade mal 9 Augustiner warm. Und "irgendwie" wurden es nicht mehr. Was tun?

Die naheliegendste Lösung war einen Akteur abzugeben, damit auf diesem auffällig großen Platz ein Spiel "10 gegen 10" stattfinden konnte. Da sich aber niemand so wirklich bereit erklärte, ging Bulau zu den Schwarz-Roten. Wir stellten dann auf ein 3-5-1-System und es ging sofort gut los.

Nach 5 Minuten hätte es schon 2-0 stehen können - wenn nicht müssen. Klarste Torchancen, z.T. aus wenigen Metern, wurden (kläglich) vergeben oder vom Keeper zunichte gemacht.

Clyncke erzielte dann in der 8. Minute das längst fällige 1-0.     

Aber anstatt weitere Tore nachzulegen kassierte man mit dem ersten Angriff der Gastgeber den Ausgleich. Aber kein Problem - die prompte Antwort zum 2-1 erfolgte umgehend.

Jedoch erwiesen sich die Siegkreisler vor dem Tor recht effektiv - bzw. unsere Abwehr doch sehr anfällig - wieder gelang Augustin der Ausgleich und erst 5 Minuten vor dem Seitenwechsel gingen wir wieder in Führung.

Mit einem viel zu knappen 3:2 für Rösrath ging es zum nicht vorhandenen Pausentee.

Nach nur 2 Minuten in der zweiten Halbzeit sorgte wiederum Clyncke für die erste 2-Tore-Führung - die jedoch ausgerechnet "Leihspieler" Bulau per Flugkopfball auf eine 1-Tor-Führung reduzierte.

Dadurch offenbar "angestachelt" rollte eine regelrechte Angriffswelle auf das Heimtor und A.Steeger, Toure und Schauer machten so aus dem 4:3 in kürzester Zeit ein 7:3.   

Gleich 3 x rettete Pfosten oder Latte die Gastgeber vor weiteren Gegentreffern. Zudem war der Keeper der beste Akteur der Heimmannschaft und bewahrte sein Team mit teils spektakulären Paraden vor 10, 12 oder 15 Toren!

Aber dann kam die Schlußviertelstunde. Warum auch immer konnte Augustin mit einfachsten Mitteln nach jedem der zahlreichen Ballverluste in der Vorwärtsbewegung mühelos bis in unseren 16er spazieren, den Ball noch 3 oder 4 x querspielen, bis einer vor Schlömer völlig frei stand und einnetzen konnte.  

So wurde dann aus dem hohen Vorsprung nur ein Unentschieden, da mit dem letzten Angriff der Partie der gegnerische Stürmer zum 7:7 traf.

 

Fazit: 7 Auswärtstore reichen nicht zum Sieg? Und Augustin fragte sich, warum 7 Heimtore nicht zum Sieg reichten.

Hinten waren wir an diesem Tag wirklich extrem schlecht - man muß es so offen sagen. Allerdings war es vorne trotz 7 Treffer eigentlich auch nicht viel besser.

Naja - sei es wie es sei. Immerhin das erste Remis in 2016 und im Oktober 2016 ungeschlagen (okay, war auch das erste Spiel -aber immerhin).

Spiel 24  17.09.2016

Rösrath - Sportfreunde Dellbrück  2:1 (1:1)

Spieler: Bulau-Hunecke-Fricke-Gerdemann-Schumacher-Lanfranco-Lückerath-Weinreiß-Durdu-Jeziorek-Reda-Prince-Said

Tore: Jeziorek (2)

Vorlagen: Reda, Prince

 

Nach einer mäßigen (sehr mäßigen) Vorstellung kamen die Eisernen mit Ach und Krach zu einem 2:1-Sieg gegen die Freizeittruppe aus Dellbrück.

Damit wurde die "Dellbrück-Woche" zwar mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen - aber zufrieden war nach dem Schlußpfiff wirklich niemand.

Dafür war der Auftritt insgesamt auch zu schwach und weit, weit weg von den eigenen Ansprüchen - auch wenn bei uns etliche Leute fehlten und wir mit einer Elf aufgelaufen sind, die so noch nie zusammen gespielt hat - und es wohl auch nicht wieder tun wird.

 

Beginnen wir zunächst mit der Vorstellung des Gegners: keine AH-Mannschaft, eine Hobbymannschaft, die sich ab und an zum Kicken trifft. Laut deren Homepage ist das beste Resultat in 2016 ein 3:3 beim SV Refrath. Einen Sieg sucht man in der Statistik vergeblich. Vom Niveau her maximal Kreisliga D - eher unteres Drittel. Ich würde sie sogar schwächer als unsere dritte Mannschaft einordnen (die von uns im Training in einer guten Stunde regelmäßig 10 Treffer und mehr kassiert).

 

Somit standen die Vorzeichen nicht schlecht. Auch wenn David, Clyncke, Ommer, Steeger und und und fehlten.

 

Nun kurz zu uns: 13 Mann waren in den Kader berufen. Zur vereinbarten Treffpunktzeit waren dann auch schon immerhin 4 Mann anwesend. Der Rest trudelte dann so nach und nach ein. Zur Anstoßzeit um 15.30 Uhr waren es dann deren 12 - nur einer fehlte. Allerdings war es Keeper Schumacher, der zwar per whatts app kundtat, er "komme später" - die Frage war nur wann???

So ging zunächst Alberto Lanfranco in die Kiste. Aber alles kein Problem.

Das Spiel begann erwartungsgemäß - nur in Richtung Dellbrücker Tor. Leider zeigten wir in der Chancenverwertung von der ersten Minute an, das in dieser Beziehung heute irgendwie so gar nichts gehen sollte.

Ich spare mir heute die Aufzählung, wie oft wir freistehend im gegnerischen Fünfer frei und unbedrängt hätten abschließen können (dies auch teilweise taten - doch würde die Bezeichnung "Abschluß" hier nicht wirklich zutreffen).

Immer wieder wurden die falschen  Entscheidungen getroffen - sei es Pässe, Abspiele, Flanken, Schüsse usw.

Wie man es besser macht, zeigten dann die Sportfreunde. Mit ihrem einzigen "Torschuss" in 70 Minuten erzielten sie den Führungstreffer. Und der entstand aus einer einzigen Fehlerkette: Zunächst verlor Durdu den Ball, als er ein Zuspiel stoppen wollte. Die Kugel sprang weit weg zu einem Gegner, der den Gegenangriff einleitete. Mit einem Steilpass wollte man den Stürmer anspielen - aber Bulau konnte den schlechten Pass mühelos abfangen. Nun folgte der nächste Fehler, da ein 5-mtr-Pass zu Weinreiß nicht gelang und dieser beim Gegner landete. Der ging noch ein paar Schritte und "schoß" dann aus 30 Metern Richtung Tor. Da inzwischen Keeper Schumacher zwischen den Pfosten weilte, waren wir uns sicher, das der diesen "Gewaltroller" schon irgendwie hält (stoppen mit der Fuß-Innenseite hätte gereicht) - aber leider weit gefehlt.  Zur Überraschung aller (inklusive des Schützen und seiner Mitstreiter) stand es 0:1. Au weia!

Zum Glück hatten wir mit Manndecker und gleichzeitig bestem Offensiv-Akteur Markus Jeziorek den "Man of the Match" in unseren Reihen.

Zunächst traf er nach guter Vorarbeit von Reda mit einem Distansschuß zum Ausgleich und in der zweiten Halbzeit per Elfmeter (nach Foul an Prince) zum 2:1-Sieg.  

Der Rest ist besser Schweigen im Walde. Oder wir lassen die Zahlen sprechen.

 

Torschüsse: Rösrath 42, Dellbrück 1

davon auf das Tor: Rösrath 16, Dellbrück 1

 

Ballbesitz in Prozent: Rösrath 90, Dellbrück 10 

 

Eckbälle: Rösrath 16, Dellbrück 0 

 

gesamte Laufstrecke: Rösrath 11 km (davon 6 von Jeziorek, je 2 von Reda und Prince) ; die Zahlen von Dellbrück lagen bei Redaktionsschluß nicht vor)

 

Fazit: Bemüht haben wir uns wirklich. Es schießt ja keiner absichtlich aus 5 Metern neben das Tor (bzw. immer wieder den Keeper an).  Wir müssen es halt beim nächsten mal besser machen!

 

besondere Vorkommnisse: nach einem Foul der Nr. 11 zog sich unser Barde Ralph Hunecke leider einen Bänderriss zu. Von dieser Stelle gute Besserung und schnelle Genesung!

 

Spiel 23  10.09.2016

Rösrath - Adler Dellbrück  3:5 (3:1)

Spieler: Fricke-Schumacher-Durdu-Lückerath-Clyncke-David-Schlömer-Bulau-Schallenberg-Lanfranco-Ommer-Weinreiß-Reda-Toure

Tore: Clyncke, Ommer, Schallenberg

Vorlagen: Toure, Clyncke,Lanfranco

 

Frage an Radio Eriwan: "kann man in der zweiten Halbzeit mehr falsch machen als die Union aus Rösrath?" Antwort: "im Prinzip ja - praktisch und theoretisch nein!

Mann kann natürlich auch fragen "woran haddet jelejen? Jo, dat fraacht mann sisch immer, woran haddet jelejen. Dat isse su"! 

 

Aber beginnen wir der Reihe nach. 14 Kicker waren gekommen - bei 28 Grad im Schatten schon mal eine gute Basis. Coach David wählte erneut die "Pärchen-Variante" - wobei das "Pärchen" aus 3 Spielern bestand, die sich zwei Positionen aufteilen sollten.

Die Formation wurde mit 3-5-2 ausgerufen - wobei eindringlich auf die Defensivarbeit der Außenpositionen hingewiesen wurde. So weit so gut.

Dellbrück überließ uns weitestgehend Ball und damit Spiel und wir nahmen dankbar an. Optisch klar überlegen wurden so die ersten 10 Minuten absolviert. Die Gäste setzten auf Konter - und gleich der erste in der 11. Minute führte zum 0:1. Ein (eigentlich viel zu steiler) Pass in die Spitze wurde von Schlömer falsch eingeschätzt. Er blieb in der Kiste und der Stürmer traf im Nachschuss.

Hmm. Mal wieder stellte der Gegner mit seinem allerersten Torschuss das Spiel auf den Kopf.

Aber die Eisernen spielten geduldig weiter und kurz darauf traf Clyncke nach einem schönen Eckball von Toure per Kopf zum hochverdienten Ausgleich.    

Und es ging weiter nach vorn. Nach einem starken Pass von David, der sich erneut selbst als Manndecker aufbot, zog Clyncke auf links auf und davon. Sein Gegenspieler hatte keine Chance, kluger Rückpass auf Ommer - und der Torjäger traf zum 15. x im zehnten Spiel zum 2:1. Das Spiel war gedreht!!

Und es ging immer weiter Richtung Adler-Gehäuse. Fricke wuselte sich auf rechts durch, verlor den Ball, erkämpfte sich die Kugel zurück, Pass auf Lanfranco, der flankt direkt - und Schallenberg trift per Volleyabnahme herrlich zum 3:1. 

Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause. Angesichts des Wetters ging es mal nicht in die Kabine - man blieb draußen. Ein Fehler? Man weiß es nicht. Aber es ging schon recht gelöst zu in der Pause. Über die vorangegangenen 35 Minuten wurde eigentlich gar nicht gesprochen - zu überlegen wurden diese von uns gestaltet. Zudem wähnte man den Adler bereits erlegt - was sich an der Körpersprache- und spannung bei uns sehr gut ablesen ließ.    

Nur dumm, das Dellbrück so gar keine Lust hatte, sich hier und heute eine Niederlage einzuhandeln. Sie stellten auf 3 Spitzen um - und damit kamen wir mal so gar nicht klar und waren im Prinzip überfordert, da irgendetwas gegen zu unternehmen. Unser Mittelfeld orientierte sich leider nicht eine Position nach hinten - sondern drei nach vorn. So wurde aus der urspünglichen 3-5-2-Formation wohl eher ungewollt ein 3-2-5.

Das man damit kein Spiel gewinnen kann, ist relativ einleuchtend.  

Der Packing-Rate-Wettbewerb (also die Anzahl der mittels langem Ball überspielten Kicker) ging mühelos an die Adler. Aber auch keine Kunst - bei gegnerischem Torabstoß standen wir wie an der Perlenschnur aufgereiht am Sechzehner, wurden überlobt und bestaunten die Vorort-Kölner, die im Mittelfeld ungeahnte Freiräume genissen konnten.

Ganz schnell fiel so der 3:2-Anschlußtreffer. Der (neue, dritte) Stürmer wurde schön in die

Tiefe geschickt. David hatte im Laufduell wenig Chancen, da der Angreifer mit hohem Tempoüberschuß an ihm vorbeizog. Der Schuß ins kurze Eck wurde zudem von Keeper Schlömer falsch interpretiert. Er wähnte ihn neben den Kasten, da er sich schon auf den Weg machte, die Kugel aus dem Toraus zu holen -aber dies war ein Irrtum.

Kurz danach hatten wir die Riesen-Chance, den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen. 4 Weiße liefen auf 2 Rote + Keeper zu - aber völlig unkonzentriert und auch ein wenig überheblich wurde diese Gelegenheit vertan.

Quasi im direkten Gegenzug der Ausgleich. Reda, der im Mittelfeld insgesamt eine sehr, sehr starke Partie zeigte, eroberte im Zweikampf den Ball. Aber anstatt diesen einfach weiter an den nächsten Mann zu spielen wurde erneut das 1 gegen 1 gesucht. Mit dem Ergebnis: Ballverlust, Flanke, Kopfball, Tor. Nach 55 Minuten stand es "plötzlich" unentschieden - und nur die Dellbrücker wussten warum.

Danach hatten wir in Person von Clyncke die dicke Chance zum 4:3 - aber er fand aus nur 5 Metern im Dellbrücker Keeper seinen Meister.

Kurz vor Schluß wurde es dann nochmals turbulent. Durdu vertändelte am eigenen Strafraum den Ball, ein Roter bedankte sich artig dafür mit dem 3:4.

Auf der Gegenseite gab es dann zwei Minuten vor Abpfiff Eckball für die Eisernen. Toure brachte diesen mustergültig vor das Tor und David brachte das Kunststück fertig, aus 4 Metern mit einem Kopfball gleich 2 x das Aluminium zu treffen. Rechter Innenpfosten, linker Innenpfosten....und raus. Das passte zur zweiten Halbzeit.

In der Schlußminute gar das 3:5 - aber diesen Treffer hätte es nicht benötigt, nach einer desolaten zweiten Halbzeit völlig verdient als Verlierer vom Platz zu gehen.   

 

Fazit: ohne Worte!

 

Gab es die spielentscheidende Szene?

was wäre passiert, wenn die ersten beiden Treffer vom Keeper verhindert worden wären? (bei beiden war es sicherlich nicht so schwer)

hätten wir in der ersten HZ nicht einen klaren Handelfmeter bekommen müssen? Natürlich geht der Verteidiger nicht aktiv zum Ball - aber wenn man seine Arme um 45 Grad abspreizt, um eine Flanke zu verhindern, darf man sich eigentlich nicht beklagen

warum versucht man, bei der oben beschriebenen 4-2-Situation, den Ball per Hacke (mit dem Rücken zu Tor stehend) zum eigenen Mann zu bringen - anstatt in Ruhe die Innenseite zu nehmen?

warum versucht man nach Balleroberung den Gegner "lächerlich" zu machen (siehe Szene vor dem 3:3)?

wenn man aus 5 Metern freistehend scheitert - hat dann der Keeper stark gehalten oder der Stürmer schwach geschossen?

- muß man wirklich am eigenen Sechzehner ein Dribbling wagen - oder gibt/gab es auch andere Lösungen?

- ist es nicht erstaunlich, das der Gegner (im Schnitt deutlich älter) konditionell viel mehr zulegen konnte als wir??? 

- warum waren wir nicht in der Lage auf die Umstellungen des Gegners angemessen zu reagieren?

 

Wahrscheinlich könnte man hier noch etliches mehr aufzählen. Unter dem Strich ist es immer das Gesamtpaket - und das hat heute einfach nicht gestimmt. So gut die Wechsel in der ersten HZ klappten - so beschissen liefen sie in der zweiten HZ.

Was nehmen wir mit aus diesem Spiel und den beiden zuvor? Sind 16 Gegentore in drei Spielen nicht ein wenig viel??? Wo fängt die Defensivarbeit an? Glauben wir daran, vorne immer ein Tor mehr zu machen als wir hinten kassieren?

 

Fragen über Fragen. Machen wir es nächste Woche besser? Zum Glück gibt uns der Fußball dazu die Gelegenheit - nahezu wöchentlich.  

 

 

 

 

Spiel 22  05.09.2016

Rösrath - Gremberg  4:3 (1:1)

Nur gut 50 Stunden nach dem schweißtreibenden Spiel beim FC stand mit Gremberg die nächste knifflige Aufgabe bevor.

9:1, 2:3 und 2:4 lauteten die letzten drei Ergebnisse gegen die Vorkölner.

Man war also gewarnt - zum einen vor der defensiven, nur auf Konter über die schnelle Nr. 14 ausgelegten Spielweise - zum anderen auch über die teils recht rauhe Gangart der Gremberger.

Um es vorweg zu nehmen - das Spiel wurde den Erwartungen gerecht.

Die Gäste standen tief - sehr tief. Teilweise mit 8,9 Leuten um den eigenen Strafraum. Daher war es von Beginn an ein Geduldsspiel. Und die Eisernen machten es eigentlich ganz gut - manchmal wurde es zu kompliziert - aber wir hatten Spiel und Gegner komplett im Griff.

Völlig verdient dann auch die 1:0-Führung: Ein (etwas zu langer) Eckball von Mini wurde von Bulau wieder in die Mitte befördert, Gastspieler Ingo zwang den Gästekeeper aus 8 Metern zu einer Glanzparade - und den abgewehrten Ball hämmerte Marc David aus 20 Metern in die rechte Ecke! 

Weitere Hochkaräter blieben danach zwar aus - da sich aber Gremberg kaum mal in unsere Hälfte traute, war die Führung nicht in Gefahr. Eigentlich.

Nach einem Freistoß für uns an der Mittellinie wollte man ruhig aufbauen - unser letzter Mann riskierte ein mehr als unnötiges Dribbling, verlor prompt den Ball und letztendlich führte das zum völlig überraschenden Ausgleich. Dumm gelaufen.

In der Halbzeitpause blieb es ruhig - wir hatten ja auch ein wirklich ordentliches Spiel gemacht und bis auf die Szene zum Ausgleich gab es ja auch nichts zu kritisieren.

Es dauerte auch nur bis zur 45. Minute um erneut in Führung zu gehen. Bulau wurde auf rechts gut freigespielt, präzise Flanke und David traf per Kopf zum 2:1.

Weitere 10 Minuten später erhöhten wir auf 3:1 - eine Koproduktion unserer Gastspieler Ingo und Reda - der eine flankte, der andere köpfte.    

Vielleicht wurden wir dann angesichts der klaren Führung zu nachlässig. Gremberg markierte nach schwacher Defensivleistung seitens der Eisernen den zweiten Treffer. Der fiel zwar aus klarer Abseitsposition - aber wir hätten das schon viel früher verhindern müssen.

Also wurde es nochmals unnötig spannend und um ein Haar hätte die Nr. 14 auch den Ausgleich erzielt - traf aber aus 9 Metern freistehend nur neben das Tor.   

Wir wollten aber nun nicht nur die Uhr runterspielen - wir suchten die Entscheidung. Für die sorgte dann Markus Jeziorek, der nach einem Erol-Freistoß das erlösende 4:2 erzielte.

Doch war es wirklich die Entscheidung? Nein! Nach ähnlichem Strickmuster wie Gegentreffer Nummer 2 fiel in der 65. Minute Gegentreffer Nr. 3.

Das war es aber auch!

 

Fazit: ein gutes bis sehr gutes Spiel. Leider haben wir uns das Leben unnötig selbst schwer gemacht. Zum einen durch Aussetzer in der Defensive - aber auch durch das fahrlässige Auslassen selbst hochkarätigster Chancen (da ließ der Samstag zuvor grüßen). Wir hätten längst mit 3,4 Toren in Führung liegen müssen - aber haben so den Gegner immer im Spiel gehalten.   

Spiel 21  03.09.2016

1.FC Köln - Rösrath  8:1 (4:0)

Auch wenn es das Ergebnis vermuten lässt, war es keineswegs eine einseitige Angelegenheit.

Der "Eff-Zeh" war uns schon in allen Belangen überlegen - vor allem in der Chancenverwertung. Während bei den Kölnern nahezu jeder Ball drin war (allesamt unhaltbar - Winkel, Winkel, Ecke links, Ecke rechts, dann wieder Winkel u.s.w.) schossen wir eine Fahrkarte nach der anderen.

Wäre jede 100%ige Torchance verwandelt worden, hätte es ein leistungsgerechtes 10:6 gegeben.

Die Roten haben es aber auch clever gespielt - jeder unserer Fehler wurde gnadenlos bestraft und so kommt dann dieses Resultat zu stande.

Nach dem 1:0 hatten wir durch David die Riesenchance auf den Ausgleich - den der sehr gute Keeper jedoch vereitelte.

Nach 30 Minuten stand es daher immer noch nur 1:0 - aber in den 5 Minuten vor dem Seitenwechsel kassierten wir drei weitere, bittere Pillen und gerieten so schon aussichtslos mit 0:4 in Rückstand.

In den zweiten 35 Minuten versuchten wir es nochmals - aber ohne Erfolg. Nach einem Fehlpass am gegnerischen Sechzehner wurden wir zum 0:5 ausgekontert.

Der Ehrentreffer durch einen Gastspieler beim Stand von 0:6 fällt daher in die Rubrik "Kosmetik".

Selbst einen Elfmeter konnten wir nicht verwandeln. Den schwach geschossenen Ball konnte der Keeper mühelos festhalten und sofort einen Konter einleiten - eine bezeichnende Szene dieses Spiels.

 

Fazit: sicherlich zu hoch verloren - aber es war mehr als verdient und offenbar nicht der "richtige" Gegner nach der sechswöchigen Sommerpause.         

Spiel 20  23.07.2016

Dünwalder AH - Rösrath  1:3 (1:0)

Nach sehr intensiven 70 Minuten behielten die Eisernen in Dünnwald mit 3:1 die Oberhand. Es war ein Sieg der kämpferisch und physisch stärkeren Mannschaft gegenüber der spielerisch etwas besseren Truppe aus dem Kölner Vorort.

Und der war im Vorfeld so nicht zu erwarten gewesen. Zum Einen musste die Union aufgrund der Ferienzeit auf etliche Akteure verzichten - zum Anderen hatten die Gastgeber alles aufgeboten, was "Rang und Namen" hatte.

In den ersten 15 Minuten war es ein völlig ausgeglichenes Spiel ohne jedwede Torchance. Der kleine Hockeyplatz begünstigte die Defensivreihen, da man die Gegenspieler mit kurzen Wegen zustellen konnte.

So nach und nach jedoch erspielte sich Dünnwald ein Übergewicht. Torchancen blieben zwar Mangelware, aber die eine oder andere Flanke segelte nun in den Strafraum der Grünen. Wir selber hatten zwei Gelegenheiten durch Fernschüsse (Weinreiß) und eine durch Mittelstürmer Schumacher, der jedoch zu lange zögerte und abgeblockt wurde.  

Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel fiel in der 25. Minute dann das 1:0 für Dünnwald: der durch uns angespielte Mittelfeldakteur der Weißen konnte aus ca. 20 Metern abziehen, Jürgen konnte den Ball nur nach vorne abklatschen und der Mittelstürmer traf dann im Nachschuss zur verdienten Führung. 

In der Halbzeitpause blieb es (auch angesichts der hohen Temperaturen nebst Luftfeuchtigkeit) ruhig. Wir hatten ein ordentliches Spiel gegen einen starken Gegner abgeliefert und bis auf eine Szene nichts (bzw. wenig) falsch gemacht.

Die zweite Halbzeit knüpfte dann zunächst an die erste an. Kölner Druck, vor allem über deren linke Seite, und Rösrather Schwerstarbeit in der Defensive.

So konnten wir aber einen höheren Rückstand vermeiden und so allmählich mussten die Dünnwalder ihrem Tempo und der Witterung Tribut zollen. Deren Spiel wurde zunehmends ungenauer, was uns immer wieder in Ballbesitz brachte und wir nun unsererseits mehr offensive Akzente setzen konnten.

Der 1:1-Ausgleichtreffer fiel zwar nicht gerade aus dem "Nichts" - war aber zu dem Zeitpunkt etwas glücklich. Gleich 3x konnte der abgewehrte Ball von uns zurückerkämpft werden, bis Lanfranco kurz auf Andi Steeger ablegen konnte - der mit einem Kunstschuss (Außenrist) in den Winkel traf. 

Dieses Tor zeigte Wirkung. Und zwar hüben wie drüben! Dünnwald war ein wenig konsterniert - und wir glaubten wieder an den Erfolg.

Letztendlich war es dann eine Sache des Willens. Während wir weiter marschierten, steckten die Gastgeber zurück.

Schließlich war es dann Durdu (von Bekir in Szene gesetzt), der in der 60. Minute mit einem schönen Schuß (wieder in den Winkel) zur 2:1-Führung traf.

Danach spielte Dünnwald "alles oder nichts" und blies zur Schlußoffensive. Aber wir hatten alles im Griff und in der Nachspielzeit erzielte Lanfranco nach sehr guter Lückerath-Vorarbeit das alles entscheidende 3:1!

 

Fazit: ein Team-Erfolg. Die personellen Defizite wurdern einfach weggekämpft - auch das Torschütze Steeger sich beim 1:1 das Knie verdrehte und durch Gerdemann ersetzt werden musste, warf uns nicht aus der Bahn.

Nach dem Spiel haben wir dann auch noch die Kölner leergetrunken - nach 50 ltr Kölsch war dann (zunächst) Schluß....

Dank an Dünnwald für die Gastfreundschaft - das hat rundherum Spaß gemacht.

Spiel 19  09.07.2016

Rösrath - Refrath  2:1 (2:0)

Das waren 70 Minuten harte Arbeit, bis der Sieg gegen Refrath unter Dach und Fach war.

Angesichts des doch deutlich jüngeren Altersdurchschnitt der Gäste wählte Coach Weinreiß eine defensive Variante - wie sich am Ende herausstellte zu Recht.

Refrath erwies sich als spielstarke Truppe, die ein Plus an Ballbesitz hatte - jedoch Mühe hatte, sich Chancen herauszuspielen.

Das lag aber in erster Linie an den Eisernen, denn wir hatten fast immer mehr Spieler hinter dem Ball und zudem eine sehr gute Zweikampfquote.

Eigene Angriffe gab es eher sporadisch - auch weil wir den Ball oftmals schon weit vor dem gegnerischen Strafraum verloren.

Daher kann man unsere Führung Mitte der ersten Halbzeit mit Wohlwollen als schmeichelhaft bezeichnen.

Nach einem (vermeintlichen) Foul an Schallenberg gab es ca. 18 mtr vor dem Tor, halblinke Position, einen Freistoß für uns - und Andi Steeger, der heute einen tadellosen Libero gab, verwandelte die Kugel direkt in die Maschen.   

Diese Führung stellte zwar den Spielverlauf nicht auf den Kopf, war aber als glücklich anzusehen.

Im Laufe des Spiels verdienten wir uns diese Führung aber - wie schon geschrieben mit einer sehr, sehr starken Defensivleistung des gesamten Teams.

Das Tor zum 2:0 war dann ein "Tor des Monats": nach einem Eckball für die Gäste konnte Lückerath mit einem Befreiunggschlag klären. Zufällig kam der Ball zu Schallenberg, der im Mittelkreis vor drei Refrathern an den Ball kam. Sein einziges Ziel war es, den Ball noch weiter in die gegnerische Hälfte zu dreschen. Zum Glück traf er den Ball nicht optimal, so das dieser Richtung Seitenauslinie trudelte. Bis auf Christian Fricke hatten nahezu alle schon abgeschaltet - aber er erlief diesen Ball und ging die Seitenlinie runter. Schally ging als einziger Grün-Weißer mit und nach einer Flanke über gut und gerne 40 mtr ging Jörg "all in" und traf volley ins Tor!! 

Das war schon sensationell und versetzte den Gästen den nächsten Nackenschlag.

Mit diesem zwei-Tore-Vorsprung wurden dann auch die Seiten gewechselt.

In den zweiten 35 Minuten gab es am Spielverlauf eigentlich keine Änderung. Refrath war meist in der Vorwärtsbewegung und hatte diesmal auch Chancen. Ein Schuß landete am Außenpfosten, ein Kopfball aus aussichtsreicher Position strich über den Querbalken.

Unsere Gelegenheiten waren rar - und auch nicht zwingend genug.

Aber bei einem Spielstand von 2-0 ist dies zu verschmerzen.

Erst 3 Minuten vor Schluß wurden die Gäste-Bemühungen belohnt, als der starke "11er" den sicheren Rückhalt Jürgen Schlömer überwinden konnte.    

Nicht erst danach wurde es etwas ruppiger und verbal emotional -aber letztendlich blieben die 3 Punkte am Maisfeld. 

 

Fazit: prima AH-Spiel auf einem sehr guten Niveau. Und da es im Fußball nicht immer um "gut" oder "schlecht", "jung" oder "alt" - sondern in erster Linie um "erfolgreich" und "nicht erfolgreich" geht, können wir uns als verdienter Sieger dieser Partie sehen. 

Herausheben möchte ich keinen - zu gut war die Mannschaftsleistung, ein Sieg des Kollektivs. 

Turnier am 02.07.2016 in Altenrath 

4. Platz

 

Am Ende des Tages stand ein doch etwas enttäuschender 4. Patz zu Buche.

Sicherlich hatten wir uns nach den Plätzen 2 und 3 der Vorjahre doch mehr vorgenommen - aber es sollte nicht sein.

Das man nach der doch sehr durchwachsenen Vorrunde mit 2 Siegen und 2 Niederlagen überhaupt in der Vorschlussrunde stand, war schon mehr Glück als Verstand. 

Aber spätestens im Halbfinale wurden unsere an diesem Tag doch zahlreich vorhandenen Defizite offenbar und das abschließende 9-mtr-Schießen um Platz 3 und 4 war dann ein Spiegelbild des gesamten Turniers.

Highlight des Tages war dann auch der hart umkämpfte 7:6-Sieg von Jogis Jungs über Italien im EM-Viertelfinale.

Irgendwie hat auch niemand die Torschützen und Vorlagengeber notiert, so das an dieser Stelle lediglich die Ergebnisse zu nennen sind:

 

Union - Hamweddel 0:1

Union - Altenrath 2:1

Union - St. Augustin 1:2

Union - Overath 7:1

 

Halbfinale

Union - RW Hütte 2:5

 

kleines Finale

2:4 nach 9-mtr-Schießen (Gegner habe ich vergessen, sorry).

 

Kader: Schlömer-Weinreiß-Bulau-Erol-Schweitzer-A.Steeger-Lanfranco-Durdu-Schallenberg-Schumacher  

Spiel 18  25.06.2016

Rösrath - DVS 33 Ermelo (NL)  4:1 (1:0)

Das war ein rundum gelungenes "Länderspiel" gegen eine sehr sympathische Truppe aus dem niederländischen Ermelo.

Obwohl die äußeren Umstände durch Dauerregen nicht die Besten waren entwickelte sich ein sehr anschauliches AH-Spiel auf sehr gutem Niveau.

Die 1:0-Pausenführung durch Schallenberg (1. Länderspieltor!!) war für die Gäste etwas schmeichelhaft. Die waren zwar mit 15 Spielern angereist - jedoch musste der etatmäßige Keeper dem Abend zuvor (bzw. dem Besuch der Kölner Altstadt) Tribut zollen - und "schaffte" die Reise ins Bergische nicht. So stand ein Feldspieler zwischen den Pfosten, der nahzu jeden Schuß nur per Fuß abwehrte. Allerdings haben wir ihn auch nahezu ein Dutzend mal ans Schienbein geschossen - selbst aus kürzester Distanz.

So haderten wir einmal mehr mit unserer Chancenverwertung. Aber dies sollte in den zweiten 35 Minuten besser werden. Nach dem 2:0 erhöhte erneut Schallenberg mit seinem zweiten Länderspieltreffer auf 3:0 und spätestens da war das Match entschieden. Nach dem 4:0 trafen dann die Gäste in der Schlußsekunde noch zum verdienten Ehrentreffer - obwohl sich Keeper Schumacher doch größte Mühe geben musste, nicht im Weg zu stehen.

 

Fazit: der Sport stand heute wirklich nicht im Mittelpunkt. Man kann schon sagen, das wir neue Freunde gewonnen haben und wir auf jeden Fall einen Gegenbesuch in Ermelo machen werden.

Die dritte Halbzeit kann man jetzt schon als legendär bezeichnen. Ein bestens aufgelegter DJ Clyncke brachte die Party mächtig in Schwung - und die Holländer erwiesen sich in bester van Gaal-Manier als "Feierbiester". Hut ab!!     

Turnier am 17.06.2016 in Untereschbach

1. Platz

Das war ein rundum gelungenes "Moonlight-Turnier" an einem Freitagabend in Unterschbach. Damit konnten wir den Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen.

Mit 9 Akteuren waren wir optimal besetzt. Jeder bekam ausreichend Spielanteile - und auch ausreichende Pausen.
Von Coach David (wie immer) hervorragend auf- und eingestellt lief der Motor (mit einer Ausnahme, Spiel 2) rund und wir hatten eigentlich keine Probleme.

Sehr erfreulich auch, das sich alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Alle Feldspieler? Naja, einer hat es nicht geschafft - aber immerhin gelangen dem Sportskameraden im Finale zwei Vorlagen.

 

Spiel 1) SC West  3:1

Spiel 2) TuS Birk 1:2

Spiel 3) BSG Bockenberg 5:0

Spiel 4) FC Bensberg 4:1

 

Damit schloß man die Gruppenphase auf dem ersten Platz ab (auch weil Bockenberg im letzten Vorrundenspiel die TuS Birk mit 2:1 besiegen konnte) und zog direkt ins Finale ein (es gab kein Halbfinale).

 

Finale: TV Herkenrath 5:0

 

Scorer:

1) A. Steeger 7 (2 Tore, 5 Assist)

2) S. Crnogorac 6 (4 Tore, 2 Assist) 

2) David 6 (1 Tor, 5 Assist)

2) Ommer 6 (3 Tore, 3 Assist)

5) Schumacher 4 (4 Tore!!!!!!!!!!!)

6) Bulau 2 (1 Tor, 1 Assist)

6) Erol 2 (0 Tore, 2 Assist)

8) S. Steger (1 Tor....Premiere!!!)

Dazu kamen noch 2 Eigentore.

 

Bei sehr schöner Atmosphäre ging es dann die Theke - schließlich galt es,  die Siegprämie beim Veranstalter zu lassen. Dies gelang problemlos! Der harte Kern war nachts um 1 Uhr daheim!!  

 

Teilnehmer: alle "Scorer" + Keeper Schlömer, der etwas Mühe hatte, ins Turnier zu finden - sich dann aber enorm steigerte und (fast) nichts mehr reinließ. 

 

 

Spiel 17  11.06.2016

Rösrath - Adler Meindorf  3:2 (2:0)

Eigentlich ein gutes Spiel der Union, aber.....

 

Gegen die Truppe aus Meindorf (Altersdurchschnitt 46 Jahre) begann man konzentriert. Der Ball lief bis auf ein paar wenige Ausnahmen gut und kontrolliert durch die Reihen. Zwar fehlte es hier und da an Tempo - aber immer wenn man direkt und schnell spielte kamen die Gäste in arge Schwierigkeiten.

So fielen auch die ersten beiden Treffer - jeweils sehr gut herausgespielt und abgeschlossen. Dazu kam noch ein Pfostenschuß - so daß die Meindorfer mit dem Pausenrückstand auch gut bedient waren.

In der zweiten Hälfte zunächst das gleiche Bild. Wir schnürten die Gäste in deren Hälfte ein und betrieben weiterhin Chancenwucher.

Gleich 3 x standen wir frei und alleine vor dem gegnerischen Keeper - doch der Ball wollte partout nicht ins Netz.

Die Adler starteten dann in der 50. Minute ihren ersten Angriff, der diese Bezeichnung auch verdient hatte - und prompt stand es nach einem Doppelpaß nur noch 2:1.

Da schauten wir doch etwas verdutzt aus der Wäsche - denn das hatte sich überhaupt nicht angedeutet. Und es wurde noch "schlimmer" - motiviert durch das Tor und den nur noch knappen Rückstand spielten die Gäste weiter nach vorn. Wir ließen das aber auch zu. Wir standen nicht mehr eng bei den Leuten und bekamen im Mittelfeld keinen Zugriff mehr. Dazu gesellten sich dann individuelle Fehler und nur 5 Minuten nach dem 2:2 mußten wir den Ausgleichn hinnehmen.

Positiv war danach die Ruhe auf dem Platz. Es wurde nicht gemeckert, die Körpersprache war weiterhin gut.

Nach einem klar berechtigten Elfer konnten wir dann in der 63. Minute den 3:2-Siegtreffer erzielen.

Eine heikle Situation mußten wir aber noch überstehen - als unser Keeper den Ball statt zu einem Mitspieler dem gegnerischen Stürmer im Strafraum in den Fuß spielte.

Zum Glück konnte der mit dem Geschenk nichts anfangen und so bleib es beim verdienten Sieg gegen sehr faire und nette Gäste aus Meindorf.     

Spiel 16  06.06.2016

Gremberg - Rösrath 4:2

diese Niederlage war total unnötig. Die Union machte das Spiel - und Gremberg die Tore.

So konnte man zwar immer verkürzen - nicht aber auf die Siegerstraße einbiegen.

So mußten wir im dritten Spiel gegen Gremberg die zweite Pleite einstecken und nun auf Wiedergutmachung im Rückspiel hoffen.     

Spiel 15  28.05.2016

Rösrath - RS Neubrück 4:0 (2:0)

Das war von der ersten bis zur letzten Minute ein souveräner Auftritt der Union. Die Gäste hatten überhaupt keine Chance und wurden auch in dieser Höhe verdient geschlagen.

Obwohl wir uns zunächst beim Eintreffen der Neubrücker verwundert die Augen rieben - wir dachten, das unsere A-Jugend um 17 Uhr spielt und deren Gegner sehr früh anreiste - aber es waren die "AH-Kicker" aus Köln.

Eine gute Handvoll waren deutlich unter 25 - so das wir schon mit dem "Schlimmsten" rechnen mussten. Aber weit gefehlt. Die Jungen waren zwar nicht schlecht - aber eine Mannschaft besteht nun mal aus 11 - und nicht aus 5.

So setzten nur die Grün-Weißen die Akzente.

Zwei wunderbar herausgespielte Kopfballtore sorgten für eine beruhigende Führung. Und selbst ein verschossener Foulelfmeter sollte uns nicht aus dem Konzept bringen.

Mit 2:0 wurden die Seiten gewechselt - schnell das 3:0 nachgelegt - und mit dem 4:0 war die Messe gelesen. Aber dieses Tor verdient schon besondere Erwähnung: eine punktgenaue Flanke von der linken Seite fand unseren Mittelstürmer - der (quer in der Luft liegend) mit einem Seitfallzieher ein absolutes Traumtor erzielte.

Dies war sein persönlich dritter Treffer an diesem Tag - und mit der Vorlage zum zwischenzeitlichen 3:0 kürte er sich zum "Man of the Match".

 

Fazit: toller Auftritt, von der Nr. 1 bis zur 15 eine geschlossen gute Mannschaftsleistung aus der der zuvor Beschriebene noch herausragte.

was gab es noch? unser Trainer überraschte alle mit einer "Blockbildung". 3 Abwehrspieler, je 3 Mann auf der linken und der rechten Seite und 3 Stürmer - und einer musste/durfte immer draußen bleiben. Gewechselt wurde fliegend - und - nächste Überraschung - es klappte! Daumen hoch.    

 

Spiel 14  07.05.2016

Rösrath - BC Efferen 3:4 (1:2)

Das war eine verdiente Niederlage gegen einen keineswegs überragenden Gegner - aber die Hürther erwiesen sich als das homogenere - sprich besser eingespielte Team.

Bei sommerlichen Temperaturen passte sich die Union dem Wetter an. Wenig Laufbereitschaft, wenig Tempo. In Aktion war in aller Regel nur der ballführende Spieler und vielleicht noch ein oder zwei weitere Akteure, die sich in unmittelbarer Nähe befanden.

So plätscherte das Spiel recht ereignisarm vor sich hin.

Nach einer Viertelstunde dann aber das erste Highlight. Nach einem schönen Pass aus dem Mittelfeld war unser Mittelstürmer plötzlich völlig frei vor dem Keeper - brachte die Kugel aus ca. 8 Metern aber nicht im Netz unter.

Besser machten es dann die Gäste: zum wiederholten male konnte der "Bartmann" im Mittelfeld unbehelligt seines Weges gehen - ein schöner Pass in die Schnittstelle und wie man in einer 1:1-Situation dann cool verwandelt konnten sich alle Eisernen aus sicherer Entfernung anschauen. Das war das nicht einmal unverdiente 0:1.

Aber nur 5 Minuten später fiel der Ausgleich: wieder wurde unser Stürmer gut in Szene gesetzt - und beim Umkurven des gegnerischen Keepers unsanft von den Beinen geholt. Elfmeter! und der wurde sicher zum 1:1 verwandelt.

Aber die Freude währte nur kurz. Analog zum Hürther 0:1 fiel dann das 1:2 unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff: der Bärtige spazierte, ein kluger Pass - und erneut war unser Keeper chancenlos.

Direkt nach der Halbzeit wurde es heftig. Innerhalb weniger Minuten erhöhten die Gäste auf 1:3 und 1:4 und hatten gar die Chance auf das 1:5 - aber der Schuß aus 5 Metern flog zu unserem Glück nur an die Latte.     

Erst danach kamen wir wieder ins Spiel. Auch durch die Einwechselung des "Trainers Nr. 1" - aber auch durch nachlassende Gäste. Die mussten nun der Hitze und der Tatsache, ohne Auswechselspieler angetreten zu sein, Tribut zollen.

So gelang uns das 2:4 - und damit auch das Gefühl, das hier und heute "noch was geht". Spätestens nach dem 3:4 war es dann ein Spiel auf ein Tor - aber Pfosten, ein guter Keeper und leider auch das Unvermögen vor dem Tor verhinderten einen mehr als möglichen Ausgleich.

 

Fazit: verschlafene 45 Minuten und gute 25 Minuten reichen eben nicht, um einen ebenbürtigen Gegner zu besiegen. Schade, denn so viel Aufwand hätten wir heute gar nicht betreiben müssen, um als Sieger vom Platz zu gehen.       

Spiel 13  23.04.2016

Rösrath - Dünnwalder AH  3:1 (1:0)

Spieler: Lückerath-Erol-Hunecke-A.Steeger-Durdu-S.Crnogorac-David-A.Crnogorac-Gerdemann-Schumacher-S.Steeger-Bulau-Ommer-Nussbaum-Schallenberg-Weinreiß 

Tore: Schallenberg. S.Crnogorac, A. Steeger

Vorlagen: A.Steeger (2), A. Crnogorac

 

Auch wenn es das Ergebnis und die Tor-Reihenfolge nicht unbedingt vermuten lassen - es war ein hochverdienter Erfolg der Union gegen einen keinesfalls schwachen Gegner - wenn auch um einige Tore zu niedrig.

Denn was uns im letzten Spiel noch so auszeichnete - die effektive Chancenverwertung - in diesem Spiel ließen wir in dieser Hinsicht (fast) alles vermissen.

So war es nur zu 80% eine überzeugende Vorstellung. Vor dem gegnerischen Tor waren wir viel zu zaghaft und unentschlossen - und den Dünnwalder Treffer haben wir quasi dann auch selber erzielt.  

Aber vielleicht ist das nur "jammern auf hohem Niveau", denn spielerisch war das eine vorzügliche Perfomance. Ball und Gegner liefen, hohe Passquote, viele gewonnene Zweikämpfe.

Aber zum Spiel: Coach David wartete bei der Aufstellung mit einer Überraschung auf. Mit Amir und Senahid hatten wir eine "bosnische Millionenbank" - aber Marc setzte nach dem erfolgreichen 7:1-Sieg in Heiligenhaus am Montag zuvor im wesentlichen auf die gleiche Startformation. Und womit? mit recht!

Wir waren von Beginn an die dominante Mannschaft und erspielten uns schon bald die ersten Gelegenheiten. Nach schöner Schallenberg-Ablage schoß ausgerechnet Top-Torjäger Ommer die Kugel völlig freistehend aus 5 Metern an den Außenpfosten - das konnte, nein,  das mußte eigentlich die Führung sein.

Auf diesem Niveau ging es weiter. Sehenserte Kombinationen - teilweise auch im gegnerischen Sechzehner - aber klägliche Chancenverwertungen.

Irgendwann klingelte es aber doch. A. Steeger wurde 4 Meter vor dem Tor freigespielt - und - Achtung!! - legte dann nochmals quer zu Schallenberg, der trotz 2 oder 3 Mann vor ihm die Übersicht behielt und endlich ins Netz traf. Hochachtung auch an Jörg - denn wer rechnet mit einem Pass von "AS7" kurz vor der Torlinie?   

Es wäre jetzt wahrlich zu zeitaufwändig, die einzelnen (vergebenen) Gelegenheiten aufzulisten - es blieb dann beim knappen Vorsprung zur Halbzeit. Auch weil die Defensive gut stand und den gefährlichsten Dünnwalder, die "Nr. 11",  weitestgehend aus dem Spiel nahm.

Zur zweiten Hälfte übernahm dann Senahid den Posten des letzten Mannes für Weinreiß, auch Amir kam ins Spiel. Gut, wer solch eine starke "Bank" hat.

Am Spielverlauf änderte sich eigentlich nicht viel - Dünnwald kam etwas besser in die Partie und konnte den Ballbesitzanteil in etwa ausgleichen. Viele Angriffe der Gäste kamen über unsere linke Abwehrseite - dort taten sich immer wieder Lücken auf. Aber so richtig gefährlich wurde es nicht - spätestens an der Strafraumgrenze hatten wir die Sache wieder unter Kontrolle. Aber es stand halt nach wie vor nur 1:0 - und solch ein Ergebnis birgt halt immer die Gefahr, das es sich schnell ändern kann.

Zur Erleichterung aller erzielte dann Senahid Crnogorac nach Steeger-Vorarbeit das erlösende 2:0. Die Vorentscheidung? Nein - denn nur kurz darauf leistete sich der Torschütze hinten einen Lapsus. Nach gewonnenem Zweikampf wollte man den Gegner per Hackentrick vorführen - der nahm dankend an und erzielte unter gütiger Mithilfe des ansonsten nahezu beschäftigungslosen Keepers Schumacher aus dem Nichts das 2:1. Nur 3 Minuten später hatte der baumlange "8er" (Lieblinsvokabel "Spacko" sowie "Gestörter") das 2:2 auf dem Fuß - schoß aber über den Kasten. Puhhh.

Danach vergaben wir dann mehr als fahrlässig gleich mehrfach das 3:1 (oder 4, 5, 6 zu 1).

Kurz vor Schluß war dann aber Andi Steeger zur Stelle. Nach zwei Vorlagen erzielte er nach Amir-Pass den 3:1-Endstand.      

 

Fazit: gutes Spiel gegen guten Gegner - aber das Leben mal wieder selber unnötig schwer gemacht. Aber wir konnten so mit einem Erfolgerlebnis in die "100-Jahre-Weinis-Fete" gehen. Alles gut!       

 

Spiel 12  18.04.2016

Kickers Katzemich - Rösrath  1:7 (0:5)

Spieler: Engelbertz-Weinreiß-David-Bulau-Schallenberg-Schumacher-Gerdemann-Lückerath-S.Steeger-Wollmann-Erol-Ommer-Fricke

Tore: Ommer (4), Schallenberg (2), David (1)

Vorlagen: Lückerath (2), Bulau (2), Ommer, Fricke, Erol (je 1)

 

Gegen die zuvor hoch gehandelten "Kickers Katzemich" aus Heiligenhaus gab es einen so nicht erwarteteten Kantersieg - und der war auch in dieser Höhe verdient.

Von Beginn an lief es bei uns. Wir waren agressiv in den Zweikämpfen, stark in der Rückwärtsbewegung (wir hatten eigentlich über die gesamte Spielzeit immer mehr Leute hinter dem Ball), gewannen nahezu alle wichtigen Duelle  - und trafen (zumindest in der ersten Hälfte) bei jeder guten Chance ins Tor.

Das war auch der große Unterschied zu den letzten Auftritten - mit Ommer und Schallenberg hatten wir ein kongeniales Sturmduo, mit denen der Gegner überhaupt nicht zurecht kam. Beide trafen (fast) nach Belieben und stellten so schon früh die Weichen auf Sieg. Die Kickers mussten schnell erkennen, das gegen uns an diesem Abend absolut nichts drin war - dementsprechend wurde deren Körpersprache nach jedem Gegentreffer schlechter.

Zunächst machte unsere linke Seite mit Lückerath und David viel Betrieb. Die Heiligenhauser Schwächen auf diesen Positionen wurden klug genutzt. Schon nach 10 Minuten klingelte es das erste Mal im Kasten der Gastgeber: Lückerath übte Ecken-Schießen: die erste segelte hinter das Tor, die zweite kam in Kniehöhe an den Fünfer - aber die dritte funktionierte dann: Ommer stand im Fünfmeterraum mutterseelenallein und köpfte mühelos ein - das 0:1. Zugegeben - das war mehr als schwach verteidigt. Kurz darauf ging es wieder über die linke Seite. Lückerath passte in den Rückraum, wo David (wieder ganz alleine) aus gut und gerne 20 Metern in aller Ruhe Maß nehmen konnte. Sein Distanzschuß schlug im Winkel ein - das 0:2.

Wir hatten alles im Griff - und machten dann auch weiter und legten nach (auch das war ein großer Unterschied zu den letzten Spielen).

Das auch die rechte Seite gut unterwegs war, zeigte dann das 0:3. Der sehr starke Erol auf der "6" passte zu Bulau, der aus dem Halbfeld eine punktgenaue Flanke auf Schallenberg schlug. Der berührte den Ball nur kurz mit dem Schädel - und die Kugel landete unhaltbar im Eck.

Dies war mehr als eine Vorentscheidung. Von der Kickers kam eigentlich nichts. Die einzig gefährliche Situation vor unserem Kasten hatten wir selber initiert, als sich Keeper Schumacher am Strand der Copacabana wähnte bzw. sein (nicht vorhandenes) Pele-Gen zum Vorschein bringen wollte. Aber auch diese Einlage verursachte keinen Schaden.

Dann war es das Pärchen Ommer/Schallenberg, das auf 0:4 stellte. Uwe erlief einen langen Pass auf der linken Seite und konnte mit letzter Kraft nach innen flanken. Schallenberg war von 3 Mann (inkl. Keeper) umringt und wurde eigentlich elfmeterreif umgerissen - aller rechnete mit dem Pfiff des sehr guten Schiris - aber Jörg spielte Sitzfußball und traf in Gerd-Müller-Manier. Starke Aktion!     

Mit dem Pausenpfiff dann gar das 0:5: Bulau konnte aus der Zentrale einen Steilpaß auf Ommer schlagen - eigentlich unglaublich, welch große Lücke sich da auftat. Uwe hatte keinerlei Probleme, seinen zweiten Treffer des Tages zu erzielen.     

In der Halbzeit wurde dann gewechselt. Für Weinreiß (souveräne Partie als Libero) spielte Schallenberg den letzten Mann, Fricke kam für Lücke auf die linke Seite und Gerdemann rückte in die Spitze.

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Ommer nach Fricke-Ecke auf 0:6 - analog zum ersten Tor hatten die gegnerischen Verteidiger ihre Arbeit eingestellt.  

Danach plätscherte das Spiel mehr oder weniger vor sich hin. Beide Seiten hatten einige Chancen zur Ergebnisveränderung. Die Nr. "11" konnte Engelbertz dann doch 1 x entwischen - aber Ommer traf nach starker Vorarbeit von Erol zum 1:7-Endstand und stellte so den alten 6-Tore-Abstand wieder her.

 

Fazit: die beste erste Halbzeit dieser Spielzeit? Auf jeden Fall seit längerer Zeit. Von der 1 bis zur 13 ein rundum gelungener, starker Auftritt. So kann es weitergehen!! 

 

Spiel 11  09.04.2016

1. FC Spich - Rösrath  2:4 (1:3)

Spieler: Weinreiß-David-Bulau-Schallenberg-Schumacher-Gerdemann-Lückerath-A.Steeger-Durdu-S.Steeger-Wollmann-Erol-Mahlke-Fricke

Tore: A.Steeger (2), Fricke, Lückerath (je 1)

Vorlagen: Fricke (2), Mahlke, Gegner (je 1)

 

Eine gute erste Halbzeit - und eine mäßige zweite - reichten, um nach 3 Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur einzubiegen.

Mit dem 1.FC Spich trafen wir dann aber auch auf einen "dankbaren" Gegner, der zunächst sehr tief stand und nur auf gelegentliche Konter setzte.

Somit hatten wir von Beginn an die Spielkontrolle und gingen schon in der zweiten Minute in Führung. Mahlke hätte das Tor schon machen können/müssen - aber Christian Fricke war hellwach und traf aus 5 Metern unbedrängt ins Tor.

Dieser Treffer gab doch spürbar Sicherheit und so war das Spielgerät eigentlich nur in der Spicher Hälfte. Schöne Angriffe über die Außenpositionen, Doppelpässe - alles war dabei.

Leider mussten wir in der 10. Minute mit dem ersten Angriff der Gastgeber den überraschenden Ausgleich hinnehmen. Trotz einer 4 zu 2 - Überzahl konnten wir weder den Pass in die Schnittstelle noch den Abschluß verhindern. Ärgerlich - denn das passierte uns in dieser Saison schon mehrfach: der Gergner macht mit dem ersten Schuß das Tor.

Aber die Köpfe blieben oben. Nur 5 Minuten später wurde Andreas Steeger gut von Fricke in Szene gesetzt - und Andi traf per Flachschuß in die linke Ecke. Damit war der alte Abstand wieder hergestellt.    

Jürgen Lückerath traf dann zum 3:1. Eigentlich wollte bzw. sollte er Haci anspielen, der in der Mitte völlig frei stand - aber "irgendwie" traf Jürgen den einzigen Abwehrspieler im gegnerischen Strafraum. Von dessen Bein prallte der Ball zurück zu Lücke, der dann einschoß.    

So wurden die Seiten mit einem beruhigenden Vorsprung gewechselt - und eigentlich (also die Betonung liegt dann auf "eigentlich") deutete nichts auf eine Änderung des Spielgeschehens hin. Zwar gab es drei Wechsel (David für Weinreiß, Schallenberg für Durdu und Gerdemann für Wollmann) - aber die zeigten (zumindest auf dem Papier) keinen Qualitätsverlust an.

Jedoch agierte Spich nun viel offensiver, nahm eine zweite Spitze dazu und war insgesamt agressiver als noch zuvor.

Wir hatten etwas Schwierigkeiten, uns darauf einzustellen. Die meisten befanden sich noch im offensiven "Schon-Modus" - obwohl Coach David dies mehr als deutlich in der Halbzeit angesprochen hatte. "Hinten ausruhen" war eigentlich die Devise. Vielleicht war der Kopf willig - der Körper jedoch nicht.

So erzielte Spich prompt das 2:3 und der Sieg geriet kurzzeitig in Gefahr. Aber zum Glück konnten wir diesen Gegentreffer wieder direkt bzw. zeitnah beantworten. Schallenberg hielt den Ball im gegnerischen Sechzehner und legte schön auf Fricke ab - der traf 2 x ein Abwehrbein und 1 x einen Abwehrarm. Folgerichtig gab es Elfmeter - A. Steeger verwandelte zum 4:2 für die Eisernen.

Danach war es ein offener Schlagabtausch - aber mit deutlich besseren Chancen für uns. Mahlke und Lückerath vergaben jeweils einen "100-Prozenter" - bei beiden Gelegenheiten legte Schallenberg klug auf - aber dessen Torvorlagen wollte an diesem Samstag offenbar keiner.       

 

Fazit: insgesamt ein ordentlicher Auftritt. Mit einer besseren Chancenauswertung hätten wir uns das Leben leichter machen können - aber mit Ommer und Clyncke fehlten ja auch die Top-Torschützen.    

Spich war (ist) eine sehr sympathische Truppe - schöne Sportanlage, klasse Vereinsheim und zum Abschluß gab es Kölsch vom Fass und ein Rock-Konzert gratis.

Um da mithalten zu können, wird der Huni nach dem Rückspiel singen (müssen)! 

Spiel 10  19.03.2016

Westhoven - Rösrath  4:0 (1:0)

Spieler: Hunecke-Bulau-S.Steeger-Schlömer-David-Schumacher-Gerdemann-Lückerath-E.Topatan-A.Crnogorac-A.Steeger-Erol-Nussbaum

Tore: Fehlanzeige

Vorlagen: Fehlanzeige

 

Das nennt man wohl einen Negativ-Lauf. Dritte Niederlage in Folge und die Vierte aus den letzten fünf Spielen. Auch in Porz-Westhoven hingen die Trauben zu hoch und das nackte Ergebnis spricht von einem eindeutigen Spielverlauf. Aber das war er sicherlich nicht! Letztendlich sind wir erneut an unserer eigenen Abschlußschwäche gescheitert - denn auch wenn das 0-4 es nicht vermuten lässt - da war viel, viel mehr drin.

Aber im Einzelnen:

Torjäger Clyncke musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen - und so spielten wir mit den Spitzen Amir und Abu. A. Steeger und David kamen über die Außenpositionen und Topatan sollte die "6" verkörpern.

Das Konzept ging zunächst auch gut auf. Zwar kamen die Porzer öfters durch die Mitte bis an unseren Strafraum - dort war aber meist dank der aufmerksamen Manndecker Hunecke und S. Steeger - und vor allem dank Libero Nussbaum - Endstation.

Wir selbst spielten schöne Angriffe - leider öfters bis auf den letzten Pass, der einfach zu ungenau gespielt wurde. Oder es wurde die falsche Entscheidung - sprich der "falsche" Mann angespielt. Aber nicht immer. So scheiterte Amir freistehend aus 6 Metern und auch A. Steeger vergab in aussichtsreicher Position. Eine ein- oder zwei-Tore-Führung für die Eisernen hätte auch dem Spielverlauf entsprochen. Keeper Schumacher musste nur 1 x sein Können beweisen - nach einer Ecke kam ein Porzer frei zum Schuß - doch Schumi parierte.

Etwas überraschend dann die Führung der Gastgeber - ein langer Ball vom Strafraumeck segelte durch unseren Strafraum und am langen Eck stand ein Westhovener frei - 1:0.

Aber wie immer kein Beinbruch - Rückstände sind ja nichts neues für uns. Bulau hatte die Ausgleichchance - aber die Porzer brachten noch einen Fuß dazwischen.

Kurz vor der Halbzeit dann die Schlüsselszene des Spiels: einen klugen Rückpass von Crnogorac schoß A. Steeger ins leere Tor - endlich der verdiente Ausgleich! Dachten eigentlich alle - doch der (schwache) Schiri entschied zu unserem Entsetzen auf Abseits. Schade auch, das die Porzer nicht intervenierten. Es entstanden im Anschluß große Diskussionen, was schließlich in einer Zeitstrafe des vermeintlichen Torschützen nach vorhergehender Beleidigung des Schiris für unseren Spieler ("Du Spinner") gipfelte.

Der (zu frühe) Halbzeitpfiff beruhigte zwar etwas die Gemüter - aber irgendwie war es danach ein anderes Fußballspiel.

Die zweite Halbzeit ist daher schnell erzählt: nach einem Fehlpass im Mittelfeld erhöhte Porz auf 2:0 - was dann schon mehr als die Entscheidung war. Unsere Körpersprache tat ein übriges und nach individuellen Fehlern mussten wir noch zwei weitere Treffer hinnehmen. Letztendlich war die Niederlage zu hoch - aber unter dem Strich müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen.

 

Fazit: stark angefangen - aber auch stark nachgelassen. Nun geht es erstmal in die Osterpause und danach haben wir die Chance, eine positive Serie zu starten. Aus einer insgesamt eher schwachen Mannschaft waren noch Nussbaum und S. Steeger die besten Akteure. Zumindest in Normalform, während die meisten doch teilweise deutlich unter ihren Möglichkeiten agierten. Aber auch das kommt im Laufe einer Saison halt immer wieder mal vor.         

Spiel 9  12.03.2016

Rösrath - Viktoria Köln  2:3 (1:3) 

Spieler: A.Steeger-Engelbertz-Bulau-Schlömer-David-Schallenberg-Weinreiß-Erol-Schumacher-Y.Topatan-Jeziorek-S.Crnogorac-Clyncke

Tore: Clyncke, Erol (je 1)

Vorlagen: David, Weinreiß (je 1)

 

Wie schon in der Vorwoche mussten sich die Eisernen einem Gegner von der schäl Sick mit 2:3 geschlagen geben.

Die Niederlage war so unglücklich wie dämlich. Eigentlich total unnötig, denn man agierte in der ersten Hälfte viel zu offensiv und taktisch undiszipliniert. Dazu gesellte sich dann ein Chancenwucher und ein Gegner, der an Effizienz kaum zu überbieten war. Aus 4 Torschüssen (davon 3 auf das Tor und einer daneben) machte die Viktoria 3 Treffer und wenn man dann selbst aus einem halben Meter das leere Tor nicht trifft - dann steht man letztendlich noch nicht mal unverdient mit leeren Händen da.

 

Wir begannen wie immer, drängten die Gäste in die eigene Hälfte und versuchten über die Außenpositionen Chancen zu kreieren. Das gelang recht ordentlich - einzig und allein die Chancenverwertung war mehr als kritikfähig. Hier und da fehlte es uns aber auch am Tempo - aber auch am unbedingten Willen, den Treffer zu erzielen.

Wenn dann die Rückwärtsbewegung auch nicht optimal ist, kommt es wie so oft: der Gegner hat Platz zum kontern, einen schnellen Stürmer - und auch eine gewisse Abschlußstärke, die uns an diesem Nachmittag offenbar abhanden gekommen ist. Nach einer Viertelstunde gerieten wir so mit 0:1 in Rückstand.

Aber okay - das hatten wir dieses Jahr schon des Öfteren - und es meist noch gebogen bekommen. Auch das 0:2 nach ähnlichem Strickmuster zog leider keinen Lerneffekt nach sich. Wir waren uns (zu?) sicher, dieses Spiel noch zu drehen.

Anlaß gab uns dazu der Treffer von Clyncke, der nach einem schönen Pass von David aus halblinker Position zum 1:2 verkürzen konnte (30. Minute).

Doch nur 2 Minuten später wurde die nun bessere Ausgangsposition für die zweite Hälfte förmlich weggeworfen.

Nach einem völlig überflüssigen Ballverlust (warum muß man nach einem gewonnen Zweikampf erneut ins Dribbling, wenn doch 3 oder 4 Kollegen frei anspielbar gewesen sind??) der nächste Konter. Die Nr. 16 bekam den Ball am linken Strafraumeck - war aber ohne Unterstützung. Viel ausrichten konnte er eigentlich nicht - aber der "Schuß" ins kurze Eck überraschte den auf eine Flanke spekulierenden Keeper (wohl nicht nur den!) zum 1:3 Halbzeitstand. Viel kälter konnte eine Dusche kaum sein.

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Die Kölner standen hinten drin und wollten nur den Vorsprung über die Zeit retten. Sie bekamen noch einen Torschuß zustande. Wir hatten ca. 80% Ballbesitz, etwa 10:0 Ecken - und Chancen, die eigentlich für 2 Spiele gereicht hätten. S. Crnogorac scheiterte freistehend aus 5 Metern, A. Steeger gelang das gleiche Kunststück, Schallenberg traf in der Schlußminute aus einem halben Meter den Ball nicht richtig.

Ach ja - einen Treffer haben wir dann doch erzielt. Erol konnte nach einem Weinreiß-Pass den gegenerischen Keeper überwinden - aber mehr gelang uns nicht.

 

Fazit: eigentlich ist im Bericht schon alles beschrieben. Ärgerlich - weil unnötig. Aber wenn man solche Gelegenheiten nicht verwertet, dann hat man es eben nicht verdient. Punkt. Nächste Woche können wir versuchen, es in Westhoven besser zu machen.

Positiv war sicherlich das Saison-Debut von Jezzo, der uns mit seiner Schnelligkeit und Zweikampfstärke defintiv weiterhilft.

Negativ waren die kurzfristigen Absagen - teilweise erst kurz vor dem Spiel. So hatten wir anstatt vier Wechseloptionen nur eine!  

 

 

Spiel 8  27.02.2016

Rösrath - Adler Dellbrück  2:3 (2:1)

Spieler: Hunecke-Durdu-Gerdemann-S.Steeger-Schlömer-Clyncke-David-S.Crnogorac-Schallenberg-Fricke-Weinreiß-Erol-Wollmann-A.Crnogorac-A-Steeger

Tore: A.Crnogorac, Clyncke (je 1)

Vorlagen: Erol (2)

Spiel 7  20.02.2016

FC Kleen Eck - Rösrath  1:4

Spieler:A.Crnogorac-S.Crnogorac-Clyncke-Schumacher-David-Hunecke-Lanfranco-Schallenberg-Durdu-S.Steeger-A.Steeger-Lückerath-Ommer-E.Topatan-Nussbaum

Tore: Ommer (2), Schallenberg, Clyncke

Vorlagen: E.Topatan (2), A.Steeger, S. Crnogorac (je 1)  

Spiel 6  15.02.2016

Rösrath - DLR Wahn  0:2 (0:1)

Spieler: Bulau-S.Steeger-Gerdemann-Lanfranco-Wollmann-Schumacher-A.Steeger-Engelbertz-Erol-Schallenberg-Fricke-David-Gastspieler (Tim Steinmetz)

Tore und Vorlagen: Fehlanzeige

 

Heute mal ein etwas anderer Spielbericht. Beginnen möchte ich mit dem

Fazit: in dieser Konstellation war einfach nicht mehr drin. Sehr schade, daß man an einem Montag den halben Nachmittag versuchen muss, eine Truppe zusammen zu bekommen.

Die Meldungen mit dem ominösen "Fragezeichen" sind schon recht nervig. Dazu kommen dann extrem späte Absagen, die es weder dem Spielplaner noch dem Trainer einfach machen.

Vielleicht hatte der eine oder andere auch einfach angesichts des (avisiert) starken Gegners "die Hosen voll" - zumindest ließ diese Tatsache aber eine Absage leichter fallen.

Oder war gar der Gedanke des "MVP" im Hinterkopf??? 

Wie auch immer - der Dank geht hier an dieser Stelle an die Spieler wie David, Schallenberg und Bulau, die sich trotz Verletzung in den Dienst der Mannschaft stellten. S. Steeger spielte trotz Erkältung, Engelbertz und Lanfranco trotz massiver Terminprobleme, Fricke und Lückerath trotz monatelanger Pause.

Wenn man dies alles berücksichtigt, haben wir uns achtbar aus der Affäre gezogen. Es geht ja auch gar nicht darum, jedes Spiel haushoch zu gewinnen.

In erster Linie steht die Bewegung, der Spaß, die gemeinsame Freude auf dem Platz zu stehen. Alles zu geben, zu kämpfen - und wenn es dann am Ende nicht reicht, ist es auch okay. Und danach geht man ein Bierchen trinken und fachsimpelt über das zuvor Geschehene.   

So sollte es sein. Das sich der Spaß jedoch an diesem kalten Montagabend in Grenzen hielt, lag aber auch am Gegner. Eine spielerisch, technisch extrem starke Truppe, die es eigentlich überhaupt nicht nötig hat, permanent zu reklamieren und lamentieren. Jeder Pfiff des souveränen Schiris Hanni wurde angezweifelt. Entweder mit höhnischem Grinsen, mit in die Hüften gestemmten Armen - oder mit Gelaber.

Aber Fußball wurde trotz allem auch noch gespielt. Klar waren die Wahner die bessere Mannschaft - ließen Ball und uns gut laufen. Nach 10 Minuten vereitelte Keeper Schumacher eine 100%-Chance mit einem tollen Reflex. Wir versuchten, dagegen zu halten. Möglichkeiten aber hatten wir kaum. Ein paar Ecken, ein Freistoß, ein paar ungenaue Fernschüsse - das war es schon.

Durch einen Fehler unseres Verteidigers gerieten wir dann in Rückstand. Zwei Gedanken hatte er im Kopf. Rückpass zum Torwart? Oder doch zu einem Mitspieler? In der Überlegungsphase wurde er vom gegnerischen Stürmer unter Druck gesetzt. Resultat: Fehlpass, Tor, 0:1.

Okay, kann passieren, kein Problem.

Also wurden die Seiten dann nur mit einem knappen Rückstand gewechselt. Am Spielgeschehen änderte sich jedoch nichts. Die deutschen Luft- und Raumfahrer hatten alles im Griff und erzielten nach einem Ballverlust im Mittelfeld mit einem sehenswerten Schlenzer in den Winkel den 0:2-Endstand.   

Schade, denn mit z.B. der Truppe vom Refrath-Spiel am Samstag zuvor wäre gegen die auch nicht in Bestbesetzung angetretenen Gäste wohl mehr drin gewesen. 

Spiel 5  13.02.2016 

Refrath - Rösrath  2:4 (1:2)

Spieler: Bulau-Hunecke-Durdu-Gerdemann-Wollmann-S.Steeger-Schlömer-Clyncke-David-A.Crnogorac-S.Crnogorac-Schallenberg-Erol-Ommer-E.Topatan

Tore: A.Crnogorac (2), David, Ommer (je 1)

Vorlagen: Clyncke (2), S.Crnogorac, David (je 1) 

 

In einem hochklassigem AH-Spiel setzten sich die Eisernen auch bei den starken Refrathern absolut verdient mit 4:2 durch. Fünfter Sieg im fünften Spiel in 2016!

Vorweg das Positive: wieder hatten wir insgesamt 15 Akteure dabei - und das, obwohl Stammkräfte wie A. Steeger (dachte wir spielen gegen Chorweiler), Nussbaum (spielt nur noch zu Hause), Lanfranco (hatte wohl kein Auto) und Weinreiß (zu alt??) gar nicht dabei waren! Hunecke und Schallenberg gaben ihr Saisondebüt.  

Also hatte Coach David die Qual der Wahl. Und angesichts der vielen "nur-Offensiv-Spieler" wählte er die ungewohnte 3-4-3-Formation - also mit 3 Spitzen. Spätentscheider Ommer und E-Mail-Verweigerer E. Topatan saßen damit zunächst neben Gerdemann und Hunecke auf der Bank.

Refrath spielte im 4-5-1-System. Durch die unterschiedlichen Phliosophien der Teams ergab sich schnell ein hoher Ballbesitz der Grünen. Die Gastgeber machten 10 mtr hinter der Mittellinie "dicht" und setzten auf schnelles Konterspiel nach Balleroberung. Wir konnten uns zunächst kaum durch bzw. hinter die Abwehrreihen durchspielen. Nach 10 Minuten gelang dies zum ersten mal so richtig: Bulau passte auf David - der umkurvte im Strafraum noch einen Gegenspieler und passte quer zu Clyncke - der aber aus 5 Metern am gegnerischen Keeper scheiterte.    

Aber auch Refrath hatte eine Riesen-Gelegenheit: die "Nr. 10" marschierte nach einem feinen Pass alleine auf Jürgen Schlömer zu - der aber den Schuss mit einer klasse Parade über die Latte lenkte. Kurz darauf zeigte der Schiri auf den Elfmeterpunkt: Refrath kam mal wieder über unsere linke Seite und flankte in den Strafraum - Bulau und der "12er" gingen beide zum Ball - der Stürmer setzte in Kniehöhe zum Flugkopfball an, touchierte die Kugel aber nur mir der Schulter und von da ging der Ball an Bulau's Unterarm. Zur Verwunderung aller gab es Elfmeter - den der Refrather Angreifer aber sofort zurücknahm. Gute, sportlich sehr faire Aktion! Das macht nicht jeder.

Im Anschluß versuchten wir es dann vermehrt mit langen Bällen. Zum einen, weil wir (wie bereits geschrieben) Probleme hatten, spielerisch in die gefährliche Zone zu kommen - zum anderen waren wir damit nicht so konteranfällig. Und prompt hatte die Maßnahme Erfolg: Clyncke schickte auf links Amir Crnogorac auf die Reise - der ging in den Strafraum. Der Keeper kam etwas unmotiviert raus und Amir schob den Ball "einfach" ins lange Eck - die 1:0-Führung. Kurz darauf ein ähnliches Muster: Senahid Crnogorac spielte von der Mittellinie einen herrlichen langen Ball über die Viererkette auf David - Annahme mit der Brust, drei Schritte, ein überlegter Schuß - das 2:0. Wir hatten nun alles im Griff. Schallenberg hatte die große Chance auf 3:0 - sein Abschluß war zu überhastet. Genau wie der von Clyncke. Statt wie David beim zweiten Treffer noch ein paar Meter zu gehen, versuchte er es mit einem "Heber". Aber Heber "können wir nicht"!  

Statt einer (uneinholbaren?) 3-Tore-Führung kassierten wir prompt im Gegenzug den ersten Gegentreffer. Eine Freistoßflanke segelte in unseren Strafraum - und ein namentlich hier nicht genannter Abwehrspieler versenkte die Kugel unhaltbar (?) ins eigene Netz. Ärgerlich - aber so etwas passiert halt mal.

Also wurden die Seiten mit einem knappen 2:1-Vorsprung für die Grünen gewechselt.

Schon in der 37. Minute sorgten aber Clyncke und A. Crnogorac wieder für eine 2-Tore-Führung: Dirk setzte sich links unwiederstehlich durch, scharfe und präzise Hereingabe und Amir traf aus 5 Metern ins Netz - das 3:1. Die Vorentscheidung? Nein!

Zunächst vergab Ommer eine Riesenchance - fing einen Querpass ab - schoss den Ball aber für ihn sehr untypisch am Kasten vorbei.

Durch eine Nachlässigkeit erlaubten wir den Refrathern dann erneut in die Partie zurückzukehren. Der Mittelstürmer bekam den Ball im Fünfer! angespielt - Drehung, Schuss, Tor - somit stand es nur noch 3:2.

Aber wir hatten auch darauf eine Antwort: David setzte sich (wieder über die starke, linke Seite) durch, kluger Rückpass auf Ommer, der diesmal nervenstark verwandelte - das 4:2

Danach hatten wir die Sache dann im Griff - einzig David mit einem haarsträubenden Querpass durch den eigenen Strafraum sorgte noch für eine Großchance der Refrather - aber Schlömer reagierte sensationell und hielt so die 2-Tore-Führung fest.

 

Fazit: tolles Spiel (von beiden Seiten), das richtig Spaß gemacht hat! Vor einem Jahr hatten wir an gleicher Stelle noch eine 1:5-Packung bezogen - das Spiel heute zeigt daher die Entwicklung der letzten Monate.

Aus der geschlossen starken Mannschaft möchte man eigentlich niemanden herausheben - aber Schlömer im Tor, Erol als letzter Mann, David als Strippenzieher im Mittelfeld und A. Crnogorac im Sturm bildeten die Erfolgsachse.   

Spiel 4  30.01.2016

Biesfeld - Rösrath  3:5 (3:0)

Spieler: Bulau-A.Steeger-Durdu-S.Steeger-Gerdemann-Lanfranco-David-Wollmann-Engelbertz-Schlömer-Clyncke-Erol-Fricke-Ommer-Crnogorac

Tore: Ommer (2), Wollmann, Clyncke, Gerdemann (je 1)

Vorlagen: Crnogorac (2), Clyncke, A.Steeger, S.Steeger (je 1) 

 

Was war das ein Sportwochenende! Der Sieg von Angelique Kerber bei den Australian Open war nicht minder sensationell wie der EM-Triumph der deutschen Handballer - und die Eisernen der Union siegen nach einem 0:3-Pausenrückstand noch mit 5:3 in Biesfeld!!!  

 

Es war ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen - und zunächst auch mit der fehlenden Einstellung. Pünktlich zum Spielbeginn setzte ein Hagelschauer ein - und bei konstantem Regen, Wind und mediterranen 5 Grad Celsius hatte auch der eine oder andere mehr mit den äußeren Umständen zu kämpfen. Wir waren uns aber auch von Beginn an zu sicher - vielleicht waren wir sogar zu überheblich. Mit der "Millionen-Offensive" um die Akteure Ommer, Crnogorac, Clyncke und A. Steeger waren wir nahezu optimal aufgestellt - aber wie sich schnell herausstellt eben nicht eingestellt.   

Nach 5 Minuten hatten wir 90% Ballbesitz - aber mehr als hohe Flanken oder unplatzierte Abschlüsse kam dabei nicht heraus.

Biesfeld agierte in einer 8-1-1-Formation und setzte auf Konter. Nach 5 Minuten war es dann soweit. Wieder konnte einer unserer Bälle leicht und locker geklärt werden und überfallartig fanden wir uns in einer 2 gegen 4 Unterzahl-Situation wieder - 1:0 für Biesfeld.      

Naja - kann ja passieren. Aber es ging genau nach diesem Schema weiter. Ballverluste, 7 oder 8 Leute, die wenig oder nicht nach hinten gearbeitet haben und so gerieten wir noch höher in Rückstand. Klar - wir hatten auch Chancen. Ganz gute sogar - aber entweder wurden diese kläglich vergeben oder vom Biesfelder Keeper entschärft, der in der ersten Halbzeit wirklich alles hielt.

Nimmt man nur die "100%-Chancen" wäre auch ein Halbzeitstand von 6:2 möglich gewesen - demzufolge war das 3:0 für die Gastgeber irgendwie okay.

Mit dem Pausentee kam dann erstmal ein wärmendes Getränk - und offenbar auch die "Erleuchtung" - zumindest aber die Erkenntnis, das es in dieser Form nicht weitergehen konnte. Personell gewechselt wurde zwar auch - aber das war sicherlich nicht ausschlaggebend. Für David, der seine Position "letzter Mann" recht eigenwillig interpretierte, spielte Erol nun hinten drin. Auf der 6er-Position (von Erol in der ersten Halbzeit nicht minder eigenwillig interpertiert) agierte nun A. Steeger, für Bulau (arme Sau, da Manndecker) kam S. Steeger in die Partie.

Lanfranco war es zu kalt - dafür spielte Neuzugang Christian Fricke seine erste Partie für die Union.     

Da wir (trotz Rückstand) die spielerisch klar bessere Mannschaft waren, hatten wir alle das Gefühl, das hier und heute "noch was geht". Und - es ging was!

Nur 5 Minuten nach Wiederanpfiff markierte Ommer den so wichtigen ersten Treffer für das "weiße Ballett" - nach weiteren 5 Minuten war der Anschluß hergestellt (Ommer-Kopfball nach Clyncke-Flanke) - und nach den nächsten 5 Minuten hatten wir den Ausgleich geschafft (Wollmann-Kopfball nach Crnogorac-Ecke).

Es spricht für die Moral und das Selbstverständnis, das wir damit aber noch nicht zufrieden waren.

Den Führungstreffer zum 4:3 markierte Clyncke - da der Berichteschreiber aber zu diesem Zeitpunkt unter der warmen Dusche stand, kann hier nicht überliefert werden, wie genau das Tor zustande kam.

Den ultimativen Schlußpunkt setzten dann zwei Akteure, die eher selten in der Torjäger- bzw. Vorlagenstatistik auftauchen: nach einem (sagen wir mal) Solo auf der rechten Seite von Stefan "Günter" Steeger kam der Ball im Strafraum "irgendwie" zu Bernd Gerdemann - der trotz des Handicaps seiner komplett beschlagenen Taucherbrille die Kugel zum besser postierten Ommer passen wollte. Da jedoch ein Biesfelder in diesen Pass quasi hineinlief trudelte der Ball ins kurze Eck zum 5:3-Endstand.

Großer Sport - und so schließt sich der Reigen vom Beginn des Berichtes.

 

Fazit: die Moral war sensationell. Wenn jetzt noch hier und da erkannt wurde, das man seine ihm zugedachte Position auch wirklich spielt, wäre das ein wirklich lehrreicher Nachmittag gewesen. Und noch ein Satz zu unserem "Millionen-Sturm": Geld schießt offenbar doch Tore.......

Aber irgendwie hat es trotz der Umstände und trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) des Spielverlaufs richtig Spaß gemacht!                 

 

Spiel 3  23.01.2016

Rösrath - RS Neubrück  5:2 (2:2)

Spieler: Bulau-A.Steeger-Durdu-S.Steeger-Gerdemann-Lanfranco-David-Weinreiß-Erol-Schumacher-Engelbertz-Clyncke-Gastspieler (Reda "Granate")

Tore: A. Steeger (3), David, Clyncke (je 1)

Vorlagen: David (2), Clyncke, Steeger, Gegner (je 1)

 

Das waren wieder intensive 70 Minuten - aber erneut setzten sich die Eisernen dank ihrer besseren Fitness und ihres spielerischen Potentials letztendlich klar mit 5:2 gegen RS Neubrück durch. Ein Verdienst einer geschlossen starken Teamleistung - gepaart mit sehr guten Individualleistungen der an diesem Tag drei besten Rösrather mit Andreas Steeger, Abu Erol und Marc David.  

Zunächst überraschten die Gäste jedoch mit unbekanntem, weil sehr jungem Personal. Zwei der in schwarz gekleideten Gäste waren höchstens 20 Lenze alt - und die sollten dem Spiel in der Anfangsphase auch den Stempel aufdrücken.

Bereits nach 5 Minuten gerieten wir mit 0:1 in Rückstand - wir übten auf die junge "Nr. 6" keinen Druck aus und ließen ihn recht ungestört aus 16 Metern Maß nehmen. Bei dem platzierten Schuß hatte Keeper Schumacher bei seinem Saisondebüt keine Chance.

Im Anschluß taten wir uns schwer, ins Spiel zurückzufinden. Wir mussten großen Aufwand betreiben, um in die gefährliche Zone der Neubrücker zu kommen - aber so richtig gute Chancen kamen dabei nicht heraus. Die Anspiele und Flanken in die Spitze waren einfach zu unpräzise. A. Steeger hatte dann doch eine große Gelegenheit - seinen Schuß aus spitzem Winkel konnte der Keeper abwehren und der Nachschuss ging am Kasten vorbei. 5 Minuten später machte es Andi dann bei einer nahezu identischen Situation besser: erst luchste er seinem Gegenspieler knapp hinter der Mittellinie die Kugel ab, drückte dann den Turbo-Knopf und verwandelte nach einem 50-Meter-Sprint souverän in die lange Ecke zum verdienten 1:1-Ausgleich. Endlich der Lohn für die ganzen Mühen! Aber nur kurze Zeit später der erneute Rückschlag. Ein fataler Fehlpass im Aufbauspiel (bzw. die Nr. 6 spritzte energisch dazwischen) führte dann jedoch wieder zum Rückstand. Der Distanzschuß war gut - aber Schumi merkte man die fehlende Spielpraxis nach längerer Verletzungspause an. An einem guten Tag hätte er ihn vielleicht gehalten. Aber absolut positiv war im Anschluß die Sprache - verbal wie körperlich. Es gab nicht einen bösen, demotivierenden Ton. Im Gegenteil - man feuerte sich gegenseitig an und sinnbildlich dafür stand das 2:2 noch vor der Pause. Über die linke Seite kam der Ball zu A. Steeger in den Strafraum. Rückpass zu David an den 16er und der nagelte den Ball in den Winkel. Ein Tor des Willens und so gingen wir mit einem guten Gefühl in die Kabine. Obwohl es noch nicht so richtig rund lief hatten wir einen zweimaligen Rückstand egalisiert und wussten genau, das es noch Luft "nach oben" gab.

Das sollte sich dann in denn zweiten 35 Minuten bestätigen. Eine bärenstarke Leistung führte zum Sieg. Mit Clyncke (für Lanfranco) kam frischer Wind ins Spiel und bereits der erste Angriff bescherte uns die Führung: David über links mit einer zentimetergenauen Hereingabe auf A. Steeger, der keine Mühe hatte zu verwandeln. Nun hatten wir das Spiel komplett gedreht! Das 4:2 war dann eine Doublette - wieder über links (diesmal Clyncke) - wieder eine phantastische Hereingabe auf den Fuß von Andi - die Vorentscheidung. Vom Gegner kam quasi nichts mehr. Früh wurden die Angriffe abgefangen und nur ein einziges mal musste unser Keeper noch eingreifen - lenkte den Schuss aus spitzem Winkel aber um den Pfosten. Zudem erklärte unser Gastspieler Reda "die Granate" noch unserem Mini, wie er sich bei einem Zweikampf zu verhalten habe - somit waren alle Zweifel ausgeräumt. 

Den Schlußpunkt markierte dann Clyncke. Nach einem tollen Paß von David stand Dirk frei vor dem Keeper und vollendete gewohnt cool zum 5:2-Endstand.   

 

Fazit: tolle zweite Halbzeit mit wunderbar herausgespielten Toren. Die Enttäuschung über eiskalte Duschen konnte Mini mit seiner ebenso frostigen Erfindung (ein "Kühlpaket" für 5-ltr-Partydosen) locker wettmachen. Also mal wieder eine grandiose dritte Halbzeit. Läuft!              

Spiel 2  16.01.2016

Rösrath - SV Deutz 05 Ü30  6:3 (3:2)

Spieler: Bulau-Schlömer-S.Steeger-Gerdemann-Lanfranco-E.Topatan-F.Topatan-Y.Topatan-David-Erol-Wollmann-Nussbaum-Ommer-Heidecker

Tore: Heidecker (3), Ommer (2), Lanfranco (1)

Vorlagen: Heidecker (2), E.Topatan (2), Ommer, Erol (je 1)

 

Auch das zweite Spiel in 2016 konnte erfolgreich gestaltet werden - und das gegen eine sehr starke Truppe aus Deutz. Im Vorfeld war dies so nicht zu erwarten gewesen, denn noch am Morgen des Spieltages hatten wir nur 11 Mann. Mit Ommer, Nussbaum und Heidecker kamen dann aber echte Verstärkungen dazu, die am Ende den Unterschied ausmachten.

Das Spiel begann mehr als kurios. Anstoß Union - und nach den Gepflogenheiten im AH-Fusball wird der zum Gegner gespielt. Die nächsten 2 Minuten konnten wir dann nur staunend zuschauen, wie der Ball sicher und schnell durch die gegnerischen Reihen lief. Als der Ball dann ins Toraus gespielt wurde, kamen wir zum ersten mal richtig an den Ball. Und wie! Vom Abstoß kam der Ball in den Mittelkreis zu Ommer - Steilpass auf die rechte Seite zu Heidecker, der sträflich freistehend auf das Tor zulaufen und letztendlich souverän zum 1:0 in der 3. Spielminute verwandeln konnte. Anstoß Deutz - E. Topatan konnte den Angriff abfangen - ein Befreiungsschlag (oder doch ein gezielter Pass?) auf Ommer, der alleine auf die Kiste zulief - und traf - 2:0 in der 4. Minute! Einen besseren Start kann man sich kaum vorstellen. So gut die Deutzer im Mittelfeld und Angriff aufgestellt waren - sie offenbarten große Schwächen in der Defensive.    

Irgendwie war diese frühe Führung aber auch Gift für das Spiel der Eisernen. Vielleicht glaubte man, es gehe so weiter. Hacke, Spitze, 1-2-3 - oder mal ein unnötiges Dribbling in gefährlicher Position. So fiel schon in der 6. Minute der Anschlusstreffer. Ein viel zu ungenauer Rückpass auf Schlömer, der zwar den ersten Schuss noch abwehren konnte - beim zweiten aber chancenlos war. In Minute 7 dann der Ausgleich. Ballverlust im Spielaufbau - schnelles Umschaltspiel der Gäste - und unsere Abwehr hatte in einer "3 gegen 5-Unterzahl keine Chance.

So leicht hatten wir eine vermeintlich sichere 2-Tore-Führung hergeschenkt.

Aber danach wurde es deutlich besser. Im Mittelfeld wurde agressiver zugepackt und viele, viele Pässe konnten frühzeitig abgefangen werden - bevor daraus etwas Gefährliches hätte entstehen können.

Auf der anderen Seite erspielten wir uns weiterhin gute Gelegenheiten. Wollmann hatte die große Chance zum 3:2-Führungstreffer - scheiterte jedoch am Keeper bzw. seinen Nerven. Ommer machte es dann besser, als er einen schönen Pass von Heidecker sicher im Kasten unterbrachte. Somit gingen wir mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause.     

In der zweiten Halbzeit konnten wir an die gute Leistung anknüpfen. Deutz war zwar optisch überlegen - konnte sich aber zunächst keine Gelegenheiten herausspielen. Die Union setzte auf gelegentliche Nadelstiche - und dieses Konzept ging voll auf. Nach einem schönen Pass des starken Erol konnte Heidecker auf 4:2 erhöhen - und damit wieder den 2-Tore-Abstand aus der frühen Anfangsphase herstellen. Da wir aber nun wussten, wie schnell man den verspielen kann, blieben wir weiter konzentriert. Mit dem 5:2 durch Lanfranco (nach starker Vorarbeit bzw. Übersicht von Heidecker) war dann so etwas wie die Vorentscheidung gefallen. Erst danach musste auch der sehr gute Schlömer ein paar mal ein- bzw. zugreifen. 

Heidecker krönte dann seine starke Leistung mit seinem dritten Treffer, als er nach Doppelpass mit E. Topatan aus unmöglichem Winkel zum 6:2 traf.

In der Schlussminute konnte Deutz dann noch Ergebniskosmetik betreiben - und den verdienten dritten Treffer erzielen. Aber das fiel nicht mehr ins Gewicht.

 

Fazit: sehr starke Vorstellung - wie zwar immer auch mit ein paar Schwächephasen - gegen einen sehr guten Gegner von der schäl Sick. Die marschierten dann auch nahezu geschlossen ins Vereinsheim ein und orderten ein Pittermännchen. Sieht man so auch nicht oft - also auch eine starke Performance in der dritten Halbzeit.   

"Man of the match" ist eindeutig.......Alberto Lanfranco! "Warum"werden sich manche fragen. Ganz einfach - er hat David Heidecker um 15.15 Uhr angerufen - der prompt kam und mit 5 Scorerpunkten eine überragende Vorstellung zeigte.

 

Spiel 01  09.01.2016

Rösrath - SC Brück  8:2 (3:1)

Spieler: Bulau-Schlömer-Durdu-A. Steeger-S. Steeger-Gerdemann-Engelbertz-Lanfranco-E. Topatan- F. Topatan-David-Erol-Crnogorac-Ommer-Clyncke

Tore: Ommer (3), Clyncke (2), Lanfraco, Durdu, A. Steeger (je 1)

Vorlagen: David (2), Ommer (2), Erol, Crnogorac, A. Steeger, E. Topatan (je 1)

 

Das erste Spiel des neuen Jahres endete ähnlich wie das letzte des alten - mit einem Kantersieg gegen eine Kölner Mannschaft. Diesmal wurde der SC Brück mit 8:2 geschlagen.

Und das nach (zumindest in den ersten 40 Minuten) einer ganz starken Vorstellung der Eisernen.

Zu Beginn hatte Coach David die Qual der Wahl, denn gleich 15 Kicker stellten sich zur Disposition. Offenbar beflügelte die starke Ersatzbank mit Ommer und Clyncke (dazu gesellten sich noch Gerdemann und F. Topatan) die Startelf - denn der Ball bzw. das Spiel lief von der ersten Sekunde an. Die Positionen wurden gut gehalten und die Gäste kamen zunächst überhaupt nicht aus ihrer Hälte heraus.

Folgerichtig daher das 1:0 durch einen Kopfball von Lanfranco nach einer Flanke des starken David. Teilweise wurde danach aber "zu schön" gespielt - anstatt einer Flanke oder eines Torschusses wurde nochmals gedribbelt, gepasst oder sonst was Spektaktuläres probiert. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schalteten die Kölner schnell und gut um und kamen in der 20. Minute zum völlig überraschenden Ausgleich. Es war deren erste Offenisivaktion überhaupt und wir wurden prompt für unsere Spielweise bestraft.  

Kurz danach die exakt gleiche Situation. Unser "6er" leistete sich abermals einen leichtsinnigen Ballverlust und plötzlich hatten die Blauen die große Chance zum 1:2. Zum Glück wurde diese verdaddelt. Dieser "Weckruf" war offenbar nötig, denn danach spielte man wieder wie aus einem Guß.

Durdu besorgte per Traumtor die erneute Führung. Eine Flanke senkte sich in die lange Ecke zum 2:1. Normalerweise würde man sagen, das ihm die Flanke abgerutscht ist - aber da Haci recht selten abspielt, könnte das in der Tat auch so gewollt gewesen sein.   

Der agile Crnogorac bereitete dann gekonnt das 3:1 durch A. Steeger vor und mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit. 

Angesichts der drückend überlegenen Spielweise wechselte der Coach dann gleich 4 mal.

Der Sturm "Lanfranco/Crnogorac" wurde ersetzt durch "Ommer/Clyncke" - quasi ein 1 zu 1 - Wechsel (also jeweils ein Läufer und ein Steher) - zudem kamen Gerdemann und ein weiterer Topatan in die Partie.

Ommer besorgte dann auch nur Sekunden nach Wiederanpfiff das vorentscheidende 4:1 (erneut nach guter Vorarbeit von David).

Danach rauschte das Spiel nicht mehr - es plätscherte. Der Ball wurde teilweise deutlich zu lange gehalten - zudem rieb sich der eine oder andere in Einzelaktionen auf. Brück konnte mit einer der wenigen Entlastungsangriffe auf 4:2 verkürzen - aber Gefahr oder gar Sorgen, dieses Spiel noch aus der Hand zu geben, kam mit keiner Sekunde auf.

In den letzten 10 Minuten wurde es dann auch vom Ergebnis her deutlich. Nach einem Steeger-Fernschuss an die Latte staubte Ommer zum 5:2 ab. Clyncke traf dann vom Elfmeterpunkt zum 6:2 (dem Strafstoß ging ein Foul an Ommer voraus) und zum 7:2 ehe erneut Ommer mit dem 8:2 den Schlußpunkt setzte.

Man merkte zum Ende hin den Gästem die laufintensiven Minuten zuvor deutlich an, denn konditionell brachen sie nun völlig ein. 

 

Fazit: sehr starker Auftritt der Eisernen im ersten Spiel des Jahres. Wieder sehr erfreulich war die hohe Anzahl der "spielwilligen" Kicker - und wenn man bedenkt, das mit z.B. Hunecke, Weinreiß, Nussbaum oder auch Schumacher einige der "Stammkräfte" gefehlt haben, sollte uns vor der Zukunft nicht bange sein.

Besonderheit: selbst Schiri Manfred Lefkes war von der Performance der ersten Halbzeit angetan. "Das sah ja wirklich nach Fußball aus - das habe ich hier schon länger nicht mehr gesehen".     

"Wir" können ja doch Elfmeter! Nachdem die letzten drei Strafstöße teils recht kläglich vergeben wurden, bewies diesmal Clyncke Nervenstärke und verwandelte. Und das Trotz des (einzigen) Drucks, im Falle eines Fehlschusses an der Theke zur Kasse gebeten zu werden!  

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